15.9. Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. Rafał Biskup

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Ciochon
01 wrzesień 2021
Odsłony: 2066

Dialekt in Schlesien 1830-1945. Persönlichkeiten – Literatur – Identität

Der Vortrag setzt sich zum Ziel, die Rolle des schlesischen Dialektes in der regionalen Literatur und Publizistik darzustellen und zu beleuchten. Die Zeitspanne erstreckt sich ab dem Jahr 1830, als Karl von Holtei seine Schlesischen Gedichte veröffentlichte, bis zum Jahr 1945.
Die Dialektdichtung war eine lokale Heimatdichtung, die sich vor allem idealisierten Bildern der Region zuwandte. In den meisten Fällen stand der Gebrauch des Dialektes an sich an erster Stelle. Die literarisch anspruchsvollen Werke blieben während der Jahrzehnte eher die Ausnahme (wie etwa das „erste schlesische Epos“ Leute-Not von Philo vom Walde).

Wenn auch die Inhalte meist volkstümlich-heimatlich gewesen waren, so war es mit der Dialektdichtung selbst vollkommen anders: diese fügte sich voll und ganz in den modernen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die Schriftsteller, Verleger und Aktivisten bedienten sich moderner Medien, um den Dialekt zu ‚medialisieren‘ und somit zur Bildung regionaler Identität einen Beitrag zu leisten.

Rafał Im Riesengebirge

KURZBIOGRAMM

Dr. Rafał Biskup

2002-2007 Studium der Germanistik am Institut für Germanistik der Universität Wrocław. 2004-2007 Leiter des Studentischen Arbeitskreises der Germanisten an der Universität Wrocław. In dieser Zeit erschienen die ersten zwei Nummern der Zeitschrift der Germanistik-Studenten „Elixiere” (Redaktionsmitglied). März–August 2006 Stipendiat des Kieler Rotary Klubs, Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 2007-2012 – Doktorand im Doktoranden-Seminar der Philologischen Fakultät der Universität Wrocław. August – Dezember 2009 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin. Februar 2012 Verteidigung der Dissertation: „Der schlesische Dialekt in der regionalen deutschen Literatur und Publizistik (1830-1945). Medialisierung und Identität” (mit Auszeichnung). In den Jahren 2010-2011 Redaktionsleiter, seit 2012 Betreuer der Zeitschrift „Elixiere”. Seit 2012 wissenschaftlich-didaktischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche Literatur bis 1848.


Der Vortrag findet am 15. September 2021 (Mi.) um 18:30 Uhr im Haus Oberschlesien statt.


Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. habil. Grzegorz Bębnik

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Ciochon
17 sierpień 2021
Odsłony: 1884

"Sonderfahndungsbuch Polen. Verfolgungsinstrument der NS-Politik"

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Im antiken Rom bedeutete die Proskription ursprünglich die Zwangsversteigerung des Eigentums eines Schuldners. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs hatte sich die Bedeutung dieses Begriffs jedoch erheblich weiterentwickelt. Der Autor zeigt in seinem Buch und anderen Publikationen die Entwicklung der Proskriptionslisten in den deutschen Ländern bis zur NS-Zeit und dann den Einsatz dieser Verfolgungsinstrumente für die Zwecke der Besatzungspolitik. Funktionäre des Sicherheitsdienstes des Dritten Reiches erstellten nämlich im Voraus eine alphabetische Liste mit Namen von Polen, die für die künftige Besatzungsmacht gefährlich waren und schnell verhaftet und liquidiert werden sollten. Diese Liste ist heute in Form des „Sonderfahndungsbuches Polen“ überliefert und bekannt, aber wir wissen, dass es nicht die erste Liste dieser Art war. Im September 1939 verwendeten die in Polen tätigen Einsatzgruppen eine Liste, die heute als verloren gilt, die sog. Sonderfahndungsliste Polen. Erst auf dieser Grundlage wurde, und zwar nach notwendigen Ergänzungen, im März 1940 das Sonderfahndungsbuch herausgegeben.

Wie wurden die deutschen Proskriptionslisten erstellt? Wer sollte in die Liste aufgenommen werden? In welchem Umfang wurden sie anschließend von den Sicherheitsdiensten genutzt? Dr. Bębnik sucht in seinen Forschungen nach Antworten auf diese Fragen, indem er nicht nur das erhaltene „Sonderfahndungsbuch Polen“ analysiert, sondern es auch mit analogen Publikationen vergleicht, die für die Eroberung der westeuropäischen Länder vorbereitet wurden.


„Grzegorz Bębnik stellt annähernd die Entstehung und Chronologie der heute bekannten Fassung des »Sonderfahndungsbuches Polen« dar. Diese Überprüfung und die solide begründeten Schlussfolgerungen bezüglich der Zeit, des Ortes und der Urheberschaft des Buches werden in der polnischen Geschichtsschreibung von nun an sicherlich als Standard zitiert werden. Die Monographie wird es ermöglichen, die Informationen über die deutschen Fahndungsmittel zu ordnen, die in den bisherigen Studien, wie sich herausstellt, nicht nur ungenau, sondern in vielen Fällen auch irreführend waren.“ 

Aus der Rezension von Prof. Ryszard Kaczmarek



Grzegorz Bebnik

Grzegorz Bębnik (geb. 1970), Dr. habil., Historiker, Soziologe und Politikwissenschaftler, Mitarbeiter des Historischen Forschungsbüros des Instituts des Nationalen Gedenkens in Kattowitz. Autor von Publikationen zur Geschichte Polens und Oberschlesiens im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs, darunter die Monographien: „Proskription in einer neuen Fassung. Deutsche Fahndungslisten am Vorabend und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs“ (Warschau 2020), „Falken des Hauptmanns Ebbinghaus. Sonderformation Ebbinghaus in den Kampfhandlungen in Oberschlesien 1939“ (Krakau-Kattowitz 2015), „September 1939 in Kattowitz“ (Kattowitz 2012), sowie zahlreichen wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Artikeln. Kürzlich veröffentlichte er zusammen mit Sebastian Rosenbaum eine zweisprachige polnisch-französische Sammlung von Dokumenten der französischen Besatzungstruppen in Oberschlesien aus der Zeit des Zweiten Polnischen Aufstands von 1920.


Der Vortrag findet am 1. September um 18:30Uhr im Haus Oberschlesien statt und wird live auf unserem  Youtube Kanal übertragen.




Bericht zur Tagung „Opa lebt in Schlesien. Identitäten zwischen Deutschland und Polen. Ein Seminar für Aussiedler, Spätaussiedler sowie alle Interessierten mit (familiären) Bezügen nach (Ober-)Schlesien"

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Skrabania
31 lipiec 2021
Odsłony: 1262

Am 24. und 25. Juli 2021 fand in Königswinter eine Tagung des Hauses Schlesien in Kooperation mit dem Kulturreferenten für Oberschlesien, Dr. David Skrabania, statt. Geladen waren Wissenschaftler sowie Schriftsteller, die sich in ihrer Tätigkeit grenzübergreifend mit der Thematik der Aussiedler aus Oberschlesien beschäftigen.

Wie die Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums des Haus Schlesien, Nicola Remig, in ihrer Begrüßungsrede anmerkte, ging es in der Veranstaltung um das persönliche Schicksal derjenigen, die ihre oberschlesische Heimat nach 1950 in Richtung Bundesrepublik verließen. Dr. Skrabania merkte in seinem Vorwort an, dass die Aussiedler in der deutschen Gesellschaft sozusagen „abgetaucht“ waren. Dies habe unter anderem an der Unklarheit über die eigene Identität gelegen. Aufgabe sei es, die Aussiedler aus Oberschlesien und deren Nachkommen, die ein wichtiger Teil der bundesdeutschen Gesellschaft sind, in den Fokus zu rücken und ihnen ein wenig Anerkennung zuteilkommen zu lassen.

Adam Wojtala, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus Schlesien, referierte in seinem Vortrag „Oberschlesien – die konfliktreiche Geschichte einer Grenzregion im Spannungsfeld zwischen Deutschland und Polen“ unter anderem über die vielfältige Sprachsituation in Oberschlesien, welche von der jeweiligen Politik ihrer Zeit gesteuert wurde, sowie über die historische Entwicklung der Region.

„Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Aussiedler 2.0 in Deutschland – zwischen Identitätskrise und Integration?“ lautete der Vortrag von Dr. David Skrabania, in dem er die politische und gesellschaftliche Lage der Aussiedler auf beiden Seiten der Grenze schilderte. Er untermauerte seine Ausführungen mit Zitaten eigens durchgeführter Zeitzeugeninterviews aus seinem im kommenden Jahr erscheinenden Buch zur Migrationsgeschichte Oberschlesiens. Die eigene deutsche Identität, Familienzusammenführung sowie der Wunsch nach wirtschaftlichem Aufstieg waren neben der Frustration über das kommunistische System die wichtigsten Beweggründe für die Ausreise, wobei die Motivbündel je nach Zeitraum Unterschiede aufwiesen. Insbesondere im Zusammenhang mit der Verhängung des Kriegsrechts in der Volksrepublik Polen im Dezember 1981, verspürten die Menschen den Drang nach Freiheit. In Deutschland angekommen, war man nicht nur mit Identitäts- und Integrationsproblemen, sondern auch mit Konkurrenzdruck untereinander konfrontiert.

Zum Abschluss des ersten Seminartages zeigte der Schriftsteller und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, Dr. Matthias Kneip, in seinem Vortrag „Als Deutsche in Oberschlesien nach 1945. Auf den Spuren meiner Familiengeschichte“ auf, wie das Zusammenwirken der polnischen und deutschen Verhältnisse seine Familie prägte und welchen gesellschaftlichen Veränderungen die Region in der Zeit nach der politischen Wende 1989/90 unterworfen war.

Der Berliner Matthias Nawrat, selbst Ende der 1980er Jahre als Aussiedlerkind aus Oppeln in die Bundesrepublik gekommen, eröffnete den zweiten Tag mit einer Lesung aus seinem Erfolgsroman „Die vielen Tode unseres Opa Jurek“. In dem Buch berichten Enkel über das Leben ihres Großvaters zwischen dessen Internierung in Ausschwitz, inmitten des Warschauer Ghettoaufstands und später in Oppeln. Im Zentrum seiner Kommentierung stand die literarische Verarbeitung der eigenen Familiengeschichte als Angehöriger der zweiten Spätaussiedlergeneration.

Dr. Andrzej Kaluza vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt befasste sich bei seinem Vortrag mit „Besuchen und Paketen: Familienkontakten zwischen Deutschland und Polen sowie der polnischen Politik gegenüber der Deutschen Minderheit bis 1989.“ Bis 1970 gab es keine diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Der einzige Kontakt der Oberschlesier mit Deutschland war mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes möglich und verlief über den Postweg. Reguläre Pakete und Besuche aus der Bundesrepublik waren erst mit der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags möglich.

Im Abschlussblock „‘Opa hat es auch nicht leicht‘ – Die Problematik der Oberschlesier und der Deutschen Minderheit in Oberschlesien im Lichte der jüngsten Entwicklungen in der polnischen Gesellschaft und Politik“ stellte Lucjan Dzumla vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz und Oppeln die geschichtliche Entwicklung sowie die aktuelle Situation und Tätigkeit der Deutschen Minderheit in Oberschlesien vor. Es wurde deutlich, dass die deutsche Minderheit in Oberschlesien einerseits selbstbewusst ihren Weg geht, andererseits sich aber auch vor Probleme gestellt sieht, die vor allem der demografische Wandel mit sich bringt.

Die gut besuchte Veranstaltung gab nicht nur die Möglichkeit, einen Einblick in die vielfältigen Themen um den Komplex der Geschichte der Aussiedler aus Polen zu bekommen, sondern sich auch in anschließenden Diskussionsrunden auszutauschen.

Christoph Labaj/David Skrabania

DSC 1698Adam Wojtala (Haus Schlesien, Königswinter)

DSC 1699Dr. David Skrabania (Kulturreferent für Oberschlesien, Ratingen)

DSC 1715Dr. Matthias Kneip (Deutsches Polen-Institut, Darmstadt)

DSC 1722Matthias Nawrat (Freier Autor, Berlin)

DSC 1739Dr. Andrzej Kaluza (Deutsches Polen-Institut, Darmstadt)

DSC 1750Lucjan Dzumla (DIrektor des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, Gleiwitz/Oppeln)

Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens: Buchvorstellung „Fritz Bracht – Gauleiter und Oberpräsident von Oberschlesien“

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Ciochon
14 czerwiec 2021
Odsłony: 1932

Buchvorstellung „Fritz Bracht – Gauleiter und Oberpräsident von Oberschlesien“ am 23. Juni um 18:30Uhr im Haus Oberschlesien mit dem Autor Dr. Mirosław Węcki

 

Fritz Bracht war der wichtigste Nazi-Würdenträger während des Zweiten Weltkriegs in Oberschlesien. Als Gauleiter (Leiter der regionalen NSDAP) und Oberpräsident (Leiter der Zivilverwaltung) gehörte er zu einer Elitegruppe von Funktonären, denen Adolf Hitler die Verwaltung des besetzten Polens anvertraute. Obwohl er ein entscheidender Teil der NS-Vernichtungsmaschinerie war, wurde über ihn bislang wenig geschrieben. Nun ist vom polnischen Historiker Dr. Mirosław Węcki (Kattowitz) ein Buch herausgebracht worden, „ein erster Versuch eine vollständigere Biografie des Mannes vorzulegen, der für die gesamte Politik des Dritten Reiches gegenüber Oberschlesien verantwortlich war”.

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Fritz Bracht – Gauleiter und Oberpräsident von Oberschlesien

Der 1899 in Heiden-Lippe geborene Fritz Bracht gehörte zu einer Generation von Deutschen, deren Sozialisation in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs stattfand. Einige Jahre nach Kriegsende wurde er Anhänger einer neuen Gruppierung auf der politischen Landkarte Deutschlands, der NSDAP. Bereits 1926 trat er in die Partei ein, was ihm später den Status eines im Dritten Reich verehrten „alten Kämpfers“ einbrachte. Er kletterte schnell die Leiter der Parteihierarchie hinauf. Bei der nationalsozialistischen Machtübernahme war er Kreisleiter im westfälischen Kreis Altena. Der Wendepunkt in seiner Karriere kam 1935, als sein Vorgesetzter Josef Wagner, NSDAP-Gauleiter „Westfalen-Süd“, den Gauleiter-Posten in Schlesien übernahm. Bracht wurde zum stellvertretenden Gauleiter in Breslau befördert. Ende der 1930er Jahre leitete er die NSDAP-Strukturen im Gau Schlesien de facto schon in Eigenverantwortung. Nach Kriegsausbruch überwachte er den Aufbau des Parteiapparates, in dem vom Dritten Reich annektierten, polnischen Teil Oberschlesiens. Im Januar 1941 wurde er zum Gauleiter und Oberpräsidenten des neu geschaffenen Gaues Oberschlesien ernannt und gehörte damit zu jenen Würdenträgern der NSDAP, die Adolf Hitler als seine „Vizekönige“ bezeichnete. Der gelernte Gärtner Bracht wurde so zum Verwalter des zweitwichtigsten Industriegebietes   des   Dritten   Reiches. Ein wichtiges Feld seiner Tätigkeit war die verbrecherische Volkstumspolitik, die auf eine vollständige „Eindeutschung“ der Bewohner Oberschlesiens abzielte. In dem Bracht unterstellten Gau befand sich eines der schrecklichsten Todeslager der Nazis, das KZ Auschwitz-Birkenau. Der Gauleiter von Oberschlesien, der die offiziellen Besuche des Reichsführers SS Heinrich Himmler begleitete, beobachtete dort persönlich den Prozess der Ermordung der Juden in den Gaskammern. Zum Ende des Krieges bereitete er fanatisch seinen Bezirk auf die Verteidigung gegen die Rote Armee vor. Im Januar 1945 scheiterte sein Plan, die Menschen aus dem oberschlesischen Industriegebiet zu evakuieren, an der Geschwindigkeit des sowjetischen Vormarsches. Am 9. Mai 1945 begingen er und seine Frau im niederschlesischen Kurort Bad Kudowa Selbstmord. Zweifellos entkam er auf diese Weise dem zu erwartenden Prozess wegen seiner Kriegsverbrechen und wahrscheinlich auch der damit verbundenen Todesstrafe.

 

Dr. Mirosław Węcki, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Schlesischen Universität in Kattowitz und dem Historischen Forschungsbüro des Instituts des Nationalen Gedenkens in Kattowitz. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Oberschlesiens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur.



 Bracht Skrabania

Dieses Buch wurde vom Kulturreferenten für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum, Dr. David Skrabania, übersetzt und ist im Museumsshop käuflich zu erwerben. Für Skrabania ist das Buch ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung von NS-Unrecht in Oberschlesien. „Im Gegensatz zu Nazi-Größen wie Hans Frank, Arthur Greiser, Albert Forster oder Erich Koch ist Bracht im Schrifttum bislang zu wenig thematisiert. Dabei ist es der Mann, der an vielen NS-Verbrechen Mitschuld trägt und für die Umsetzung der NS- Volkstumspolitik in diesem Bereich verantwortlich ist“, sagt der promovierte Historiker und Slawist. Daher könne man schon sagen, dass es sich hier um ein außerordentlich wichtiges Werk handelt.


Bericht zu Podium Silesia: Diskussionsabend mit Dr. Mirosław Węcki und Dr. Guido Hitze

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Skrabania
02 maj 2021
Odsłony: 1535

Korfanty vs. Ulitzka – aus Liebe zu Oberschlesien

Die neue Ausgabe von Podium Silesia war diesmal als Diskussion konzipiert. Über die Rolle von Wojciech Korfanty und Prälat Karl Ulitzka in der deutsch-polnischen bzw. oberschlesischen Geschichte diskutierten Dr. Guido Hitze, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung NRW, Autor von „Carl Ulitzka (1873–1953) oder Oberschlesien zwischen den Weltkriegen“ und Dr. Mirosław Węcki, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Schlesischen Universität und am Institut für Nationales Gedenken in Kattowitz, Mitautor des Buches „Wojciech Korfanty 1873–1939“. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Kulturreferenten für Oberschlesien, Dr. David Skrabania.

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Dr. Guido Hitze

Dr. Skrabania eröffnete die Diskussion mit der Frage nach der Kindheit und sozialen Stellung der beiden oberschlesischen Persönlichkeiten. Guido Hitze wies auf die spärliche Quellenlage zur Kindheit Ulitzkas hin, sagte allerdings, dass er wohl in kleinen, aber nicht ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sei – weit entfernt vom sogenannten „Landproletariat“. Carl Ulitzka wurde 1873 in Jernau bei Leobschütz geboren. Der Vater, ein Kriegsveteran aus den preußischen Feldzügen gegen Österreich und Frankreich, hatte mit einer Kriegsverwundung zu kämpfen. Er war Landpostagent, was einem Postbeamten mit einer eigenen Agentur entspricht. Durch eine kirchliche Empfehlung kam Carl auf das Evangelisch-Königliche Gymnasium in Ratibor. Früh wurde dem Jungen klar, dass er als Katholik mit einem polnisch klingenden Namen keine Chance auf eine hohe Beamtenlaufbahn hatte. Er entschied sich während der Abiturzeit für die Priesterlaufbahn, da dies damals eine der wenigen Möglichkeiten für einen akademischen Werdegang als Katholik war. Guido Hitze ist sich jedoch sicher, dass es sich um eine Berufung, nicht um eine Karriereentscheidung handelte.

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Dr. Miroslaw Węcki

Miroslaw Węcki wies auf einige Ähnlichkeiten zu Korfanty hin. Korfantys Großeltern waren noch Bauern, eher arm als reich. Seine Eltern zogen in ein Dorf bei Laurahütte, dass in der Nähe der Grenze zum russischen Kongresspolen lag. Aus der Bauernfamilie wurde eine Arbeiterfamilie. Wojciech wurde 1873 als Albert Korfanty geboren. Der Vater, Josef Korfanty, war bereits ein Arbeiterbauer – er verband also die Arbeit in einem Bergwerk mit der Tätigkeit als Landarbeiter im Nebenerwerb. Dieses Schicksal war auch für Korfanty bestimmt, aber dann entdeckte man das Potential des begabten Kindes. Korfanty fand vermutlich die finanzielle Unterstützung eines Gönners, der ihm die Fortsetzung seiner Schullaufbahn auf dem Gymnasium in Kattowitz ermöglichte.

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Dr. David Skrabania

Skrabania setzte hier an und fragte nach den Auswirkungen der eigentlich gleichen Lebenswelt (geboren und aufgewachsen zur Zeit des Kulturkampfes in Oberschlesien) auf die Identitätsbildung der beiden. Węcki wies darauf hin, dass die soziale Gruppe, zu der Korfanty gehörte, überwiegend polnisch- bzw. slawischstämmig war. Die Alltagssprache war der oberschlesische Dialekt des Polnischen. Allerdings besaß Korfanty selbst zunächst kein polnisches Nationalbewusstsein – dieses entdeckte er erst im Gymnasium. Seine Großeltern und Eltern betrachteten sich als polnischsprachige Preußen. Vermutlich nahm er die Diskriminierung der polnischsprachigen Bevölkerung wahr.
Ulitzka hatte kein negatives Preußenbild, was vermutlich auf den Vater zurückzuführen war, der stolz auf seine Verdienste im Krieg war. Außerdem besuchte er das evangelisch-königliche Gymnasium. Studiert hat er in Breslau und Graz. Was ihn außerdem geprägt hat, war der Kulturkampf: Dieser hatte im Oberschlesien deutsch- und polnischsprachige Katholiken zusammengeführt. Die Zentrumspartei, der auch Ulitzka später angehörte, verstand sich als Vertretung aller oberschlesischen Katholiken, gleich welcher Muttersprache. Deshalb nahm Ulitzka den Konflikt zwischen deutsch- und polnischsprachiger Bevölkerung nicht so wahr, wie Korfanty, vermutet Guido Hitze.

Skrabania wies darauf hin, dass beide Persönlichkeiten einen hochpolitischen Weg einschlugen – der eine als Journalist, der andere als Geistlicher. Und beide fanden sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts im großstädtischen Milieu Berlin wider. Doch zunächst war Ulitzka Kaplan in Kreuzburg, wie Hitze weiter ausführte. Das war der einzige Kreis mit einer protestantischen Mehrheit in Oberschlesien. Der junge Kaplan machte also eine Diasporaerfahrung. Hier erkannte er, dass Katholizität nicht überall in Oberschlesien das gesellschaftliche Leben prägt. Diese Erfahrung wurde anschließend in Bernau bei Berlin vertieft,. Die Gemeinde dort hatte nicht einmal eine eigene Kirche. So beschloss der 28-jährige Kaplan, eine zu bauen. Diese Erfahrung machte ihn zum Diplomaten, da er sich als Katholik in der für ihn fremden Umgebung für seine Gemeinde einsetzte, was nur durch Kooperation mit der preußischen Lebenswelt möglich war. 1910 wurde er nach Ratibor beordert und wurde hier Pfarrherr, also Pfarrer mit bäuerlichem Grundbesitz. Jetzt wurde er auch Mitglied der Zentrumsfraktion in Ratibor.
Korfantys Persönlichkeit in jungen Jahren ist dagegen eher als undiplomatisch zu bezeichenen, wie Węcki verdeutlichte. Korfanty nutzte sein Redegeschick und seine forsche Art, um seine politische Karriere voranzutreiben. Er hatte im Gymnasium die Erfahrung gemacht, dass die Lehrer sich beleidigend über die polnische Sprache und Kultur äußerten, wogegen sich sein Geist auflehnte – sein Interesse an Polen, der polnischen Geschichte und Kultur war geweckt. Węcki nannte es „jugendlichen Trotz“, der später für Korfanty charakteristisch wurde. Korfanty wurde wegen seiner politischen Aktivitäten nicht zum Abitur zugelassen. Er studierte trotzdem in Breslau und Berlin, wo er sich auch mit polnischen Kreisen verband. Er hatte Kontakte zu Sozialisten und zur polnischen Nationalbewegung. Diese stellte ihn 1903 als ihren Reichstagskandidaten für Oberschlesien auf. Er griff jetzt aber nicht die sogenannten „Hakatisten“ (ein Synonym für den „Deutschen Ostmarkenverein“, einer polenfeindlichen Deutschtumsorganisation; der Begriff ist gebildet aus den ersten Buchstaben seiner Gründer Hansemann, Kennemann und Tiedemann) politisch an, sondern die Zentrumspartei. Die polnische Nationalbewegung betrachtete nämlich das Zentrum als gefährlichsten Gegner, da es polnische Wählerstimmen in Oberschlesien band. Damit griff er auch die katholische Kirche an. Insbesondere die sozialen Fragen und die Diskriminierung der Polen in Preußen standen dabei im Zentrum. Als Arbeitersohn verstand er die Probleme der oberschlesischen Arbeiter. Bereits 1903 wurde er Reichstagsabgeordneter und trat der polnischen Fraktion bei.

Als nach dem Krieg die Frage nach dem Verbleib Oberschlesiens aufkam, kreuzten sich die Wege der beiden Protagonisten. Korfanty wurde zum Leiter des polnischen Plebiszitskommissariats. Hitze sieht hier den Grundstein für Ulitzkas spätere Rolle während der Plebiszitzeit: Carl Ulitzka „putschte“ gegen die Zentrumsleitung in Breslau und erklärte das oberschlesische Zentrum für unabhängig. Die Partei hieß jetzt offiziell „Oberschlesische Volkspartei“. Er warf der Zentrumsleitung vor, die soziale Frage in Oberschlesien vergessen zu haben. Mit der Aktion wollte er verhindern, dass Oberschlesien von Deutschland abfällt. Damit erhielt er die Schlüsselfunktion für diejenigen in Oberschlesien, die keinen Anschluss an Polen wollten, die Deutschgesinnten und die Autonomiebewegung. Ulitzka drängte die Freistaatbewegung (die ein Oberschlesien losgelöst von Deutschland und Polen wollte) aus dem Zentrum raus und wurde zum Wortführer der oberschlesischen Autonomiebewegung (die Oberschlesien als autonomes Land im deutschen Staatenverbund, losgelöst vom Preußen und Niederschlesien, wollte). 1919 wurde er in den Reichstag gewählt und erreichte damit die gleiche politische Ebene wie Korfanty. Er wurde zum Wortführer der oberschlesischen Abgeordneten und als Leiter des deutschen Plebiszitkommissariats vorgeschlagen, was aber von der Interalliierten Kommission (I.K.), die die Regierungsgewalt in Oberschlesien während der Plebiszitzeit innehatte, abgelehnt wurde. Vor allem General Le Rond, der Leiter der I.K., der jetzt faktisch die höchste Regierungsinstanz in Oberschlesien war, lehnte Ulitzka in dieser Position ab. Vermutlich geschah das durch eine Einflussnahme Korfantys, der gut mit Le Rond auskam. Er hatte kein Interesse dran, dass der populäre Prälat, der mit der Autorität der katholischen Kirche ausgestattet war, sein Gegenspieler wurde. Daher wurde Kurt Urbanek zum deutschen Plebiszitkommissar ernannt.

Korfanty führte seinen Wahlkampf vor allem mit dem Nationalitätenargument: Die Oberschlesier sind Polen, weil sie die polnische Sprache sprechen. Aber auch die Wirtschaftsfrage thematisierte er und stellte die Preußen als Okkupanten dar. Skrabania warf ein, dass der sehr hart geführte Propagandakrieg zu einer Nationalisierung der Oberschlesier und zu einer Spaltung bis in die Familien hinein führte. Guido Hitze weist darauf hin, dass zwar rückwirkend Korfanty und Ulitzka als die Gesichter der Abstimmungskampagne gelten, sie allerdings nicht auf derselben Ebene tätig waren. Die polnische Seite trat von Anfang an geschlossen auf, während die deutsche Seite zersplittert und von gegenseitigem Misstrauen geprägt war, zwischen Protestanten, Katholiken und Sozialdemokraten. Ulitzka hatte Probleme, seine Linie überhaupt erst in Berlin akzeptabel zu machen. Ulitzka versprach den Oberschlesiern kulturelle Autonomie, politische Selbstbestimmung, sozialen Aufstieg und Freiheit für den Katholizismus gegenüber Preußen und eine liberale Sprachpolitik, d.h. eine zweisprachige Schulausbildung und polnischsprachige Gottesdienste. Damit wollte er die Dichotomie der polnischen Propaganda konterkarieren, die dieses nur bei einem Anschluss Oberschlesiens an Polen als erreichbar darstellte.

Skrabania fragte nach, ob der Dritte Aufstand von Korfanty losgetreten wurde, da Korfanty ja zuvor in Posen und bei den ersten beiden Aufständen in Oberschlesien als Gegner einer militärischen Lösung auftrat. Węcki bezweifelte, dass Korfanty die Kompetenz dazu hatte, alleine zu entscheiden, da er der polnischen Regierung unterstand. Der Beginn des Aufstandes muss in Abstimmung mit den polnischen Behörden geplant werden. Eine wichtige Frage war die Rolle der Franzosen, die die polnische Oberschlesienpolitik stark unterstützten. Generell wird der Befehl zum Aufstand Korfanty zugeschrieben, aber mit Rückendeckung der Warschauer Regierung. Hitze wies darauf hin, dass beim Zweiten Aufstand, den Korfanty zwar nicht gewollt hatte, sich dann aber notgedrungen an dessen Spitze stellte, das erste Mal Korfanty und Ulitzka aufeinandertrafen. Ulitzka bot Korfanty Friedengespräche an und führte diese in der Sakristei einer Gleiwitzer Kirche, wo dann ohne Beteiligung der Regierungen oder der I.K. ein Waffenstillstand ausgehandelt wurde. Le Rond bestellte danach die beiden offiziellen Vertreter der Plebiszitkommissariate, Korfanty und Urbanek, nach Beuthen ein, ließ sie dort offiziell den Waffenstillstand unterschreiben und gab es als einen Vermittlungserfolg der I.K. aus.
Der Dritte Aufstand wiederrum wurde sorgfältig von Korfanty vorbereitet. Der Aufstand richtete sich gegen die Grenzziehungspläne der Briten und Italiener. Hitze stellte fest, dass Korfanty stark abhängig vom französischen Wohlwollen war. Korfanty bekam von Le Rond die Erlaubnis loszuschlagen, was sogar noch wichtiger war als die Zustimmung Warschaus. Frankreich wollte das Ruhrgebiet besetzen. Wäre das oberschlesische Gebiet an Polen gefallen, hätte die deutsche Regierung militärisch gegen Polen vorgehen müssen, was zu einer Wiederaufnahme des Krieges mit den Franzosen geführt hätte, die sofort im Westen des Reiches einmarschiert wären, genau wie ein Nichtzahlen der Reparationen bedingt durch die Ausfälle durch den Verlust des oberschlesischen Industriegebietes ebenfalls einen Einmarsch rechtfertigte, zu dem es später auch kam, als die Franzosen das Ruhrgebiet besetzten. Der Aufstand wurde von Korfanty durch das Verbreiten einer Falschmeldung in deutschen Zeitungen losgetreten: er behauptete, dass die für Polen negativen Grenzziehungspläne der Briten und Italiener bereits beschlossen seien. Zudem planten die deutschen Industriellen die Gruben zu fluten. Diese Meldungen wurden von den Franzosen zum Anlass genommen, den Deutschen die Schuld am dritten Aufstand zu geben, weshalb die französischen Streitkräfte, die für die Sicherheit zuständig waren, nichts unternahmen und die polnischen Insurgenten walten ließen, sogar unterstützten. Węcki warf ein, dass die polnische Seite keine Sicherheit hatte, dass die französische Seite dem Aufstand positiv entgegenstand. Daraufhin entgegnete Hitze, dass es noch weitere Indizien gäbe: So gäbe es ein geheimes Militärabkommen zwischen Polen und Frankreich, dass am 18. März 1921 geschlossen wurde, bei dem eine enge Kooperation und Abstimmung bei militärischen Aktivitäten vereinbart worden sei, was sicherlich nicht nur auf Sowjetrussland bezogen war. Auch die Lieferungen von Waffen und logistische Unterstützung während der Aufstände wurde hier bereits geklärt. Als drittes Indiz führt Guido Hitze an, dass es eine Meldung aus der Zentrale der Briten in Oberschlesien an die britische Regierung gab, wonach zweifellos Le Rond für den Aufstand verantwortlich sei. Deswegen öffneten die Briten und die Italiener die Grenzen zum Reich für die Freikorps, um ein Gleichgewicht der paramilitärischen Kräfte herzustellen. Warschau distanziert sich von Korfanty, die deutsche Reichsregierung von den Freikorps, dennoch investieren beide Seiten insgeheim Mittel in die paramilitärischen Organisationen. Ohne die Entscheidung der Briten und Italiener zur Öffnung der Grenze wäre wahrscheinlich der polnische Aufstand innerhalb einer Woche geglückt, doch die Freikorps stoppten den polnischen Vormarsch am St. Annaberg, während der deutsche Selbstschutz in den oberschlesischen Großstädten eingekesselt war.

Zum Abschluss wurde noch die Karriere der beiden Protagonisten nach der Plebiszitzeit thematisiert. Ulitzka, der „ungekrönte König Oberschlesiens“, war noch bis 1933 das Gesicht Oberschlesiens in Deutschland und vertrat die Region im Reichstag. Ihm wurden im Dritten Reich sein diplomatischer Umgang mit den polnischen Aufständischen während der Plebizitzeit und sein Eintreten für die Rechte der polnischsprachigen Bevölkerung zum Verhängnis. . Ulitzka wurde im März 1933 von SA-Schergen verprügelt und 1939 aus Oberschlesien ausgewiesen. 1944 wurde er wegen Kontakten zum Kreisauer Kreis von der Gestapo verhaftet und in Dachau interniert. Sechs Wochen vor Kriegsende wurde er auf Anweisung Himmlers freigelassen. Himmler wollte die Verhandlungsgrundlage mit Blick auf den bevorstehenden Zusammenbruch des Reiches verbessern und ließ eine Reihe von Geistlichen frei. Ulitzka kehrte nach Ratibor zurück, musste das jetzt unter polnischer Verwaltung stehende Oberschlesien aber aufgrund massiver Anfeindungen verlassen und kehrte bis zu seinem Tod 1953 nicht mehr in seine Heimat zurück.

Korfantys Leben bekam mit dem Mai-Umsturz 1926 in Polen eine dramatische Wende. Er galt als gefährlichster Gegner des sozialistischen Sanacja-Regimes unter Marschall Józef Piłsudski und wurde deshalb bekämpft. Bereits 1922 war seine Kandidatur auf den Posten des Premierministers durch Piłsudski verhindert worden. Die Sanacja betrachtete ihn als so gefährlich, dass er noch 1939 verhaftet wurde, als er aus dem Exil in der Tschechoslowakei zurückkehrte und fast bis zum Ende seines Lebens im Gefängnis in Warschau einsaß. Während man heute in Polen Wojciech Korfanty mit großen Feierlichkeiten als Patrioten ehrt, wird dieser Teil des Lebens Korfantys in der polnischen Erinnerungskultur eher ausgeblendet. Dagegen ist Prälat Carl Ulitzka in Deutschland fast gänzlich in Vergessenheit geraten.

 

[Florian Paprotny]

VERANSTALTUNGEN

Podium Silesia. Als Deutsche in Oberschlesien nach 1945.
Mittwoch, 21. September 2022, 18:30 Uhr
Haus Oberschlesien

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40883 Ratingen (Hösel)
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