Angebote zur Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"

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Geschrieben von Peters-Schildgen
11. September 2018
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Flyer Schulen kl Page 1Schaukelpferd und Zinnsoldaten Kindheit und Jugend in Schlesien
Museumspädagogisches Programm zur Sonderausstellung (bis 19. Mai 2019)

Kindheit heute, vor 50, 100 oder sogar 200 Jahren – die Unterschiede könnten kaum größer sein. Was ist Kindheit? Was oder wer gehörte damals zum Leben eines Kindes dazu? Auf welche Weise haben Familie, Umfeld, Religion, Gesellschaft und Politik das Leben von Kindern beeinflusst? Bis ins 18. Jahrhundert betrachtete man Kinder als „kleine Erwachsene“. Erst später wurde die Kindheit als eigenständiger Lebensabschnitt wahrgenommen. „Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien“ bietet ein Panorama dieser bewegten und facettenreichen Zeit, in der Kinder immer mehr als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen wurden. Kleidung, Spielzeug, Objekte zur Säuglings- und Kinderpflege, Fotografien, Briefe, Interviews, Filmausschnitte, Zeugnisse, Schulbücher, Kinderliteratur, Tagebücher und Schulchroniken werden zu einem Panorama des bewegten 19. und 20. Jahrhunderts verbunden – von der Geburt und Taufe, den ersten Lebensjahren, Kommunion, Konfirmation, Bar Mizwa, der Schul- und Freizeit bis hin zur Ausbildung. Dargestellt wird der Alltag der Kinder, wozu auch das Zusammenleben verschiedener Religionen und Nationalitäten, zwei Weltkriege, Heimatverlust durch Umsiedlung, Flucht, Vertreibung oder das Leben im Kommunismus gehörten.

Begleitend zur Sonderausstellung bieten wir ein museumspädagogisches Programm mit vielfältigen fächerübergreifenden Schwerpunkten für alle Jahrgangsstufen und Schulformen ab dem Vorschulalter an. Die Programme eignen sich besonders für den Sachunterricht, die Fächer Geschichte, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Politik und Ethik. Die Programme können an gewünschte Lerninhalte angepasst werden.

Die Dauer der Programme beträgt 1 ½ - 2 Stunden. Enthalten ist eine Führung durch die Ausstellung mit vertiefendem Teil, in dem die TeilnehmerInnen in kleinen Gruppen oder individuell arbeiten und dadurch die Inhalte der Führung praktisch oder kreativ umsetzen bzw. festigen können.

Schlagwörter: Mensch und Gemeinschaft, früher und heute, Zeit und Kultur, Mädchen und Jungen, veränderte und sich verändernde Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern, Wirtschaft und Arbeit, Konflikt und Frieden, Industrialisierung, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg, Deutschland und Polen.


Wenn Sie auf das Bild klicken, öffnet sich das Programm als PDF-Datei zum Herunterladen.


Museumspädagogische Programme


Schaukelpferd und Zinnsoldaten: Kindheit früher und heute

Vorschule bis 5. Klasse

Womit spielten die Kinder in Schlesien vor 100 Jahren? Wie war es damals aufzuwachsen und was hat man in der freien Zeit gemacht? In der Ausstellung entdecken die Kinder altes Spielzeug und erfahren Interessantes rund um das Thema Kindheit früher und heute. Anschließend wird ein eigenes Kaleidoskop gebastelt, das die TeilnehmerInnen mit nach Hause nehmen dürfen. Lieblingsspielzeug oder Klassenmaskottchen können gerne mitgebracht werden.


Vom Abakus und Federgriffel: Schule früher und heute
3. bis 5. Klasse

Gerade die Schule spielt auf dem Weg von der Kindheit zum Erwachsenwerden eine prägende Rolle. In der Ausstellung gehen die Kinder der Frage nach, wie sich der Schulalltag die letzten 150 Jahre verändert hat. Wie sahen die Klassenzimmer früher aus? Welche Fächer gab es und wie lernten die Kinder? Welche Rechte und Pflichten hatten Schüler und Lehrer und welche Regeln gab es in der Klasse? Und wie war es mit den Schulferien? Wie man früher geschrieben hat, erproben die TeilnehmerInnen in einem Schreibworkshop. Bitte Malkittel mitbringen.


Typisch Mädchen, typisch Junge: Rollenbilder im 19. und 20. Jahrhundert
ab der 6. Klasse

Wie und womit haben Jungen und Mädchen vor mehr als 100 Jahren gespielt? Wie und was haben sie gelernt und wie wurden sie jeweils ausgebildet? In der Ausstellung erfahren die TeilnehmerInnen, dass Mädchen und Jungen durch Spielzeug und Kinderliteratur sowie durch Schule und Ausbildung auf ihre späteren Aufgaben im Erwachsenenalter festgelegt wurden. Zeittypische Rollenkonzepte werden vorgestellt und kritisch hinterfragt. Dazu wird in einem praktischen Teil (Spiel und Quiz) ein Bogen zur Gegenwart gespannt und darüber diskutiert, was sich bis heute geändert hat.


Kinderarbeit im 19. Jahrhundert
ab der 7. Klasse

Kindheit und Arbeit – das passt nach unserem heutigen Empfinden nicht zusammen. Doch müssen in vielen Ländern Millionen von Kindern hart arbeiten, um überleben zu können. Zwei Filmausschnitte zur Kinderarbeit früher und heute führen in das Thema ein. In der Ausstellung veranschaulichen ausgewählte Exponate die Lebensbedingungen der Kinder im 19. Jahrhundert. Je nach Altersstufe werden entweder zwei Textquellen miteinander verglichen oder Tagesabläufe von Kindern in Dialogform verfasst und in Rollenspielen vorgetragen.


Kriegskindheiten
ab der 9. Klasse

Der Erste und Zweite Weltkrieg sowie deren Folgen haben das Leben vieler Kinder stark geprägt. Dazu zählen Angriffe, Angst, Hunger, Verlust und Propaganda. Die Kriegseuphorie am Anfang des 20. Jahrhunderts spiegelt sich in Kinderkleidung und Spielzeug wider. Die nationalsozialistische Ideologie war bereits für die jüngsten Familienmitglieder allgegenwärtig. Schule, Ausbildung und Freizeit waren vollständig darauf ausgerichtet. In der Ausstellung erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie das Leben von Kindern und Jugendlichen ideologisch unterwandert wurde. In einem vertiefenden Teil werden am Beispiel eines Bilderbuchs und eines Brettspiels Strategien politischer Propaganda herausgearbeitet.


Kontakt:

Eliska Hegenscheidt-Nozdrovicka M.A.
Tel.: 0 21 02 - 96 50 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Susanne Peters-Schildgen
Tel.: 0 21 02 - 96 52 33 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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Kommende Veranstaltungen

Per App durchs Museum
Workshop für Jugendliche im Rahmen des Kulturrucksack NRW
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
am Mittwoch, dem 17. und Donnerstag, dem 18. Oktober

Samstags im Museum
Am Anfang war der Stein
am Samstag, 27. Oktober, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Herbstmarkt mit Ausstellungseröffnung "Pfefferkuchen"
und festlicher Stunde zum 20-jährigen Bestehen
des OSLM-Neubaus
am Sonntag, 28. Oktober, von 11:00 bis 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Nathan (to go)
Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Montag, 29. und Dienstag, 30. Oktober,  um 19 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn)
Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen
Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM
am Sonntag, 25. November, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

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