04.05.2019: Einladung zur Tagung: Oberschlesien als Drehscheibe der Migration

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Geschrieben von Kretschmann
27. Februar 2019
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Einladung zur Tagung: Oberschlesien als Drehscheibe der Migration. Der Kreis Neustadt/OS als Beispiel

am Samstag, 4. Mai 2019 im Haus Oberschlesien, Bahnhofstr. 71, 40883 Ratingen (Hösel)

Migration wird häufig als Phänomen der modernen Welt verstanden, aber es gab sie schon immer. Gerade die historische Region Oberschlesien war im Verlauf der Jahrhunderte eine Drehscheibe der Migration, besonders im 20. Jahrhundert. Das Seminar umfasst deshalb verschiedene Aspekte der Migration in Oberschlesien, u.a. am Beispiel des Kreises Neustadt/OS (poln. pow. Prudnik). Dabei reicht der Bogen von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Migrationsbewegungen, über die Arbeitsmigration im 19. und 20. Jahrhundert, bis zum Thema Vertreibung der deutschen Bevölkerung bzw. der polnischen Zuwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg. Anschließend befasst sich die Veranstaltung mit Beiträgen über die Aussiedler aus Oberschlesien sowie die unterschiedlichen Erinnerungskulturen zum Thema Vertreibung in Deutschland und Polen. In einer abschließenden Podiumsdiskussion geht es um die Frage: „Oberschlesier: Menschen mit Migrationshintergrund? – Identitäten im Vergleich"

Eine Tagung der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus Oberschlesien und dem Kulturreferat für Oberschlesien. Gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 18. April 2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 02102-9650. Für den Mittagsimbiss und die Kaffeepause wird ein Unkostenbeitrag von 6,00 EUR zu Beginn der Tagung erhoben. Das Tagungsprogramm finden Sie hier <<<

06.03.2019: Lesung: Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis. Zum 50. Todestag

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Geschrieben von Kretschmann
06. Februar 2019
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Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis. Zum 50. Todestag.

Ein bebilderter Vortrag von Peter Börner

Mittwoch, 6. März 2019, 19 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

august-scholtisAugust Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil Oberschlesiens, der nach dem Ersten Weltkrieg an die Tschechoslowakei fiel. Seine Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts verdankt er vor allem seinem Debütroman „Ostwind" (1932). Darin entwickelt der später lange in Berlin lebende Schriftsteller in höchst eigenwilliger, fesselnder Weise ein Kaleidoskop der uns historisch fremd gewordenen und kulturell wohl vielen immer fremd gebliebenen slawisch-deutschen Welt Oberschlesiens. Die Lektüre dieses Romans ist bis heute ein Lese-Abenteuer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Scholtis nicht wieder an die Erfolge seines ersten Romans anknüpfen, sein Reisebericht „Reise nach Polen" (1962) griff der Verständigung mit Polen in der Brandt-Ära voraus. Der Vortrag gibt Einblicke in das erzählerische Gesamtwerk und seine Rezeption, nicht zuletzt in Tschechien und Polen, und er vermittelt - im 50. Todesjahr des Autors - einen Eindruck seiner nicht unumstrittenen Persönlichkeit.

Peter Börner, Studiendirektor i.R., Gymnasiallehrer mit den Fächern Deutsch und Katholische Religion in Köln, Bonn, dort auch Lehrauftrag für Fachdidaktik, und zuletzt in Siegburg, betraut mit dem Schüleraustausch mit Polen und schulinterner Referendar-Ausbildung. Ehrenamtliche Mitarbeit in der Bundesheimatgruppe Bunzlau und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturreferenten für Oberschlesien und dem Gerhart-Hauptmann-Haus.

Online-Lernmodul: Landeskunde Oberschlesien – Eine europäische Region

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Geschrieben von Kretschmann
06. Februar 2019
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kattowitz museumDas neue Lernmodul "Landeskunde Oberschlesien" vermittelt Schülerinnen und Schülern am Beispiel der Geschichte Oberschlesiens Aspekte der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg (Grenzfindung; Erinnerungskultur) als auch der Migrationsgeschichte (Zuwanderung nach Deutschland). Das Modul Oberschlesien eignet sich sowohl zur Verhandlung transnationaler Regionalgeschichte (mehrschichtige Identitäten) als auch zur landeskundlichen Vorbereitung auf einen Schüleraustausch/Klassenfahrt in die Region.

Alle Arbeitsblätter aus der Reihe "Polen in der Schule" sind frei abrufbar: www.poleninderschule.de/arbeitsblaetter/landeskunde/landeskunde-oberschlesien-eine-europaeische-region

Die Unterrichtsmaterialien zu vielfältigen Aspekten der Region Oberschlesien sind in Kooperation des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt mit dem Kulturreferenten für Oberschlesien entstanden.

29.01. u. 07.02.2019: Lesung im Haus Oberschlesien mit Harald Gesterkamp: Humboldtstraße Zwei

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Geschrieben von Kretschmann
06. Dezember 2018
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Harald Gesterkamp: Humboldtstraße Zwei. Das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014

Harald-Gesterkamp-2Erich Plackwitz ist in den Dreißiger Jahren als Richter am Amtsgericht in Jauer, einer Kleinstadt in Schlesien, tätig. Er verachtet Hitler und den Nationalsozialismus, dennoch muss er hilflos zusehen, wie sich Deutschland vom Rechtsstaat immer mehr zum Unrechtsstaat entwickelt. Seine Tochter Elise liebt ihr Elternhaus in der Humboldtstraße Nr. 2, doch muss sie es nach Schule, Studium und Flakhelferinneneinsatz in Oberschlesien aufgeben. Nach dem Krieg fasst sie in Westdeutschland Fuß, macht eine Ausbildung und gründet eine Familie. Doch die Sehnsucht nach Schlesien brodelt weiter in ihr. Ihr in Bonn lebender Sohn Andreas kann das nicht nachvollziehen. Erst als seine Mutter alt ist und mit einer tödlichen Krebsdiagnose konfrontiert wird, beginnt er sich für ihre Lebensgeschichte zu interessieren. Ein altes Kriegstagebuch der Mutter hilft dabei.

Harald Gesterkamp, geb. 1962 in Münster, ist Autor und Journalist. Er lebt in Bonn und arbeitet als Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln. Titelinformation: Humboldtstraße Zwei. Hamburg: Verlag Tredition, 468 Seiten, ISBN: 9783734536588

Dienstag, 29. Januar 2019, 19:00 Uhr: Haus Oberschlesien, Bahnhofstraße 71, Ratingen-Hösel

Donnertag, 7. Februar 2019, 19:00 Uhr: Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum in Kooperation mit dem Kulturkreis Hösel und dem Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

12.12.2018: Lesung im Haus Schlesien mit Hans Pleschinski: Wiesenstein

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Geschrieben von Kretschmann
06. Dezember 2018
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Wiesenstein - der große Gerhart Hauptmann Roman von Hans Pleschinski

pleschinskiDer alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein", ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.

Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?

Hans Pleschinskis erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman. (C. H. Beck, München 2018)

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19:00 Uhr: HAUS SCHLESIEN, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Eine Veranstaltung von Haus Schlesien in Kooperation mit dem Kulturreferat für Oberschlesien, dem Literaturhaus Bonn und dem Verein Literatur im Siebengebirge.

Kommende Veranstaltungen

am Samstag, dem 23. Februar 2019, 14:30 - 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

am Montag, dem 25. Februar 2019, 18:00 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Ostermarkt mit Ausstellungseröffnung
am Sonntag, dem 17. März 2019, 11:00 - 18:00 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum


Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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