Filmdokumentation: „Ein europäischer Konflikt. Der Abstimmungskampf um Oberschlesien 1921“

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Geschrieben von Skrabania
20. März 2021
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Anlässlich des 100. Jahrestages der Volksabstimmung in Oberschlesien vom 20. März 1921 über die staatliche Zugehörigkeit der damals im äußersten Südosten gelegenen Region Preußens, hat der Kulturreferent für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen das Bildungsfilmprojekt „Ein europäischer Konflikt. Der Abstimmungskampf um Oberschlesien 1921“ umgesetzt. Gemeinsam mit den Partnern und Co-Produzenten Landeszentrale für politische Bildung NRW, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Stiftung Haus Oberschlesien/Oberschlesisches Landesmuseum und der Filmproduktion Arche Noah wurde eine 36-minütige Dokumentation produziert. Dank der Beteiligung des Hauses für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Opole/Polen steht der Film auch in einer polnischen Sprachversion zur Verfügung.

Der Bildungsfilm ist reich an historischen Quellen- und Filmmaterial sowie neuen Aufnahmen und Interviews mit Experten aus Polen und Deutschland. Neben der Erklärung der historischen Zusammenhängen und einer Einbettung in den europäischen Demokratiediskurs, soll diese Filmdokumentation auch als Diskussionsgrundlage dienen und einen Beitrag für eine gemeinsame deutsch-polnische Erinnerungskultur leisten.

Zu Präsentationszwecken besteht die Möglichkeit der Zurverfügungstellung in hochauflösender Qualität.

Rückfragen bitte an den Kulturreferenten für Oberschlesien richten.




Creative-Commons-Lizenz

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Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. Andrzej Michalczyk

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Geschrieben von Ciochon
16. Februar 2021
Zugriffe: 235

Als Gast bei Podium Silesia referierte Dr. Andrzej Michalczyk am 3. März 2021 über das Thema "Migrationsgeschichte Oberschlesiens. Globale Migrationen aus lokaler Perspektive".

Einleitend fand der Kulturreferent Dr. David Skrabania einige Worte zur Relevanz des Themas für die heutige Zeit. Vor der Coronapandemie war es nämlich die Debatte um Migration, die einen wesentlichen Teil der Politik bestimmte. Er wies darauf hin, dass aus der Perspektive des Einzelnen Migration eine Lebenschance sei; illustriert wurde das Beispiel anhand eines Zitats von Ludwik Hurski, der Anfang der 1870er in Zabelkau/OS geboren wurde und das Auftauchen eines Werbeagenten in seinem Dorf im Frühjahr 1879 beschrieb, der auf der Suche nach Arbeitern war und ihnen einen guten Verdienst in Westfalen versprach. Westfalen, das war für die alten Frauen im Dorf der Ort, wo die Sonne untergeht, von dem nie einer zurückkam. Dennoch sehnten sich die jungen Männer danach, dort das große Geld zu machen, und konnten es kaum erwarten, das 16. Lebensjahr zu erreichen und zur Arbeit in den Westen des Reiches aufzubrechen.

DSC 0136Der Kulturreferent, Dr. David Skrabania.

Die Region Oberschlesien, so führte Dr. Andrzej Michalczyk anschließend aus, sei ein herausragendes Beispiel für eine tiefverankerte Kultur der Migration. Von hier aus migrierten Einwohner in alle Himmelsrichtungen und entwickelten transmigrantische Routen nach Russisch-Polen, Großpolen, in das Innere des Deutschen Reiches, die US-amerikanischen Bundesstaaten Wisconsin und Minnesota und in die südbrasilianische Provinz Paraná. Michalczyk führte mit vielen Nachkommen der Amerika-Auswanderer Interviews. Die Ziele der Migration wandelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts, je nach politischer Wetterlage. Vor allem in den 1870ern und 1880ern gab es ein regelrechtes Amerikafieber, während es in den 1860ern wegen des amerikanischen Bürgerkriegs eher in Richtung Russisch-Polen ging und erst danach eine Auswanderungswelle nach Wisconsin begann.

DSC 0145Dr. Andrzej Michalczyk.

Durch die Beseitigung der Leibeigenschaft und des behördlichen und grundherrlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts nahm die Mobilität der Oberschlesier ab der Mitte des 19. Jahrhunderts massiv zu. Die Arbeitsmigration bedeutete häufig auch einen sozialen Aufstieg für die im Heimatdorf Verbliebenen, denn das Geld wurde dort z.B. in den Hof investiert. Anhand der vielfältigen oberschlesischen Migrationsbewegungen in und über Europa hinaus wird zudem der Wandel eines deutsch-polnischen Grenzraums und die Genese transnationaler Migrationsnetzwerke sichtbar. Die vielfältigen Migrationsbewegungen, die von Oberschlesien ausgingen, nach Oberschlesien zurückführten und transnationale Räume entstehen ließen, regen dabei dazu an, das Eigene und das Fremde immer wieder aufs Neue zu reflektieren.

Im Anschluss gab es einige Rückfragen. So stellte sich die Frage, warum gerade aus den im Vortrag genannten Orten die Menschen migrierten. Lange Zeit erklärte man Migrationsbewegungen lediglich mit der Attraktivität des Ziels, ohne die Dynamiken im Ausgangsort zu erfassen. Im Falle der Auswanderung beispielsweise nach Texas war es reiner Zufall, dass sich aus einem kleinen Örtchen heraus eine Migrationsroute etablierte: Ein Sohn einer wohlhabenden Bauernfamilie, Leonhard Moczygemba, wurde in die Stadt geschickt, um Priester zu werden. Nach seinem Studium beorderte der Bischof ihn nach Texas, um als Seelsorger für die dort bereits ansässige deutschsprachige Community zu fungieren. Moczygęba stand in hohem Ansehen in seinem Heimatdorf, er war sozusagen ein Lokalheld, und dieses Vertrauen in ihm bewegte dann die Menschen, ihm nachzufolgen. Wäre er nicht als Pionier dort gelandet und hätte er nicht in die Heimat berichtet, wäre es nie zu der Migration nach Texas gekommen.

DSC 0139Gestreamt wurde über Facebook. Im Bild: Frau Katharina Gucia-Klassen, Mitarbeiterin des OSLM.

Mehrere Zuhörer interessierten sich auch dafür, ob bis heute Kontakte zwischen Oberschlesien und der neuen Heimat hinter dem Meer bestehen. Zum einen gab es den Onkel in Amerika, der in schweren Zeiten mit Geld und Gütern helfen konnte. Es gibt aber auch die reiselustigen Texaner, viele der inzwischen wohlhabenden Nachfahren besuchten das Dörfchen, in dem ihre Familienwiege stand. Ein Beispiel der so entstandenen Räume und der Verbundenheit, die Migranten über Generationen mit ihrer alten Heimat verbindet.

Abschließend wurde noch die Frage gestellt, ob eine globale Steuerung der Migration aus historischer Perspektive Sinn macht. Migration sei immerhin ein Ventil, dass die Verhältnisse am Ursprungsort stabilisieren könnte. Dr. Andrzej Michalczyk, der zuvor gesagt hatte, er sei kein Freund von „Lernen aus Geschichte“ im Sinne davon, dass man dann klug sei und Analogien ziehen könnte, sondern eher davon, dass man daraus Lebensweisheit gewinnen könne, verneinte diese Frage. Ein zentrales Steuerelement, so Michalczyk, wisse einfach nicht um die Bedürfnisse der Menschen. Diese kennen sie selbst am besten und schon damals überquerten sie auch Grenzen, die theoretisch geschlossen waren.

foto michalczyk psDr. Andrzej Michalczyk, Ruhr-Universität Bochum

Jg. 1976; Geschichtsstudium an der Universität Warschau (1995-2000)

Promotion am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt (2003-2006). Die Dissertation wurde mit dem Förderpreis des polnischen Generalkonsulats in Köln ausgezeichnet.

Verschiedene Stipendien und Forschungsaufenthalte u.a. am Institut für Europäische Geschichte in Mainz sowie am Herder-Institut Marburg

Seit Oktober 2007 Studienrat im Hochschuldienst für Neuere und Neueste und Ostmitteleuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Februar 2012 Gastdozent an der Schlesischen Universität Kattowitz

März 2015 Gastdozent an der University of Strathclyde, Glasgow

Dezember 2017 RUB Spectress Fellow an der Universität São Paulo, Brasilien

August-Dezember 2018 Visiting Professor an der Central Michigan University, USA







Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. Rafał Biskup

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Geschrieben von Skrabania
22. Dezember 2020
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Von einem, der nie ankam… 100 Jahre Hans Lipinsky-Gottersdorf

Am 5. Februar 2020 jährte sich zum einhundertsten Male der Geburtstag des ‘oberschlesischen Tolstois’ Hans Lipinsky-Gottersdorf, eines Schriftstellers, Publizisten, Kulturvermittlers.
In einem Interview äußerte sich einst Fritz Wandel, ein Freund Lipinskys, folgend über den Prosna-Preußen-Autor: „Herr Lipinsky war ein in der Tradition seines Landes verwurzelter Edelmann mit Verbindungen zum Ursprünglichen. Und seine Arbeit war nicht nur eine literarische Arbeit, sondern – und dass habe ich ihm immer gesagt – dass er im Auftrag arbeite. Dass er eine Aufgabe habe, nämlich die gefährdete und vom Untergang bedrohte Tradition seines Landes noch einmal aufleben zu lassen und einen Rahmen zu schaffen, in dem diese – wenn auch nur in geistiger Form – weiterleben konnte.“
Der Region Oberschlesien setzte er mit seinem Schaffen ein literarisches Denkmal. In dem Essay „Heimat an der Prosna“ schrieb er: „Das preußische Oberschlesien war eine sonderbare, in mancher Hinsicht einzigartige Provinz. Ich will damit nicht sagen, daß sie dies über jede andere Provinz erhob. Ein jeder Landstrich hat seine Einmaligkeit, es kommt nur darauf an, sie herauszufinden. (…) Eine der Besonderheiten Oberschlesiens bestand darin, daß sich hier rechts der Oder eine autochthone, völkisch nur schwer einzuordnende Bevölkerung bis in die nationalstaatliche Gegenwart hinein behauptet hatte. Ihre wasserpolakische Mischsprache war deutschen und polnischen Ohren ein Greuel, aber durch anderthalb Jahrhunderte war Generationen von jungen Männern in preußischen Regimentern ein stabiles Selbstbewußtsein anerzogen worden.“
Ein Freund Heinrich Bölls, Befürworter der deutsch-polnischen Annäherung bereits in den 1950er Jahren, Meister realistischer Schilderungen – und dazu ein bodenständiger und herzlicher Mensch. Monika Taubitz, Lipinskys Schriftstellerkollegin, erinnerte sich: „Hans Lipinsky war auch den weiter von ihm entfernten Kollegen ein guter Kamerad. Als ich einmal kurz vor meiner Lesung im Haus Schlesien erkrankte und ihn um Hilfe bittend anrief, fuhr er ohne langes Hin und Her dorthin. Zwar wohnte er nicht weit davon entfernt in einem Kölner Vorort. Doch kostete es ihn nahezu einen Tag, den er sonst an seiner Schreibmaschine verbracht hätte, immerhin mit einem Blick hinaus ins Grüne, dabei Wort um Wort aufs Papier bringend, um damit sich und den anderen eine Heimat zu erschreiben. Jenes Stück Land, über das er zu normalen Zeiten gegangen wäre, den Jahreszeiten entsprechend Säen und Ernten überwachend und selbst kräftig mit zupackend.“
Hans Lipinsky-Gottersdorf war ein unbequemer und kompromissloser Autor. Wie kaum ein anderer konnte er die Eigenart und das Wesen Oberschlesiens erfassen. Die „oberschlesische Wahrheit“ ergibt sich, schrieb er noch Ende 1990 in einem Brief an den SPIEGEL, „sobald man die deutschen und die polnischen Bemühungen um nationale Eindeutigkeiten gleichermaßen zum Teufel schickt.“ Diese Wahrheit zeigte er schonungslos in seinem Schaffen, in dem man weder Verklärung noch Nostalgie findet. Von seinem „ersten Lehrherrn“ erhielt er einst folgenden Ratschlag: „Es ist genug, wenn die Menschen sich gegenseitig mit Knüppeln und Lügen erschlagen wollen. Die Wahrheit ist zu schade. Darum schreibe bescheiden und getreu…“. Hans Lipinsky-Gottersdorf hielt sich Zeit seines Lebens daran.

Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit

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Geschrieben von Skrabania
07. Dezember 2020
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Heute vor 30 Jahren starb der in Gleiwitz/Oberschlesien geborene Schriftsteller und Dichter Horst Bienek im Alter von nur 60 Jahren. Zu Lebzeiten wurde er für sein literarisches Werk mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und war auch Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. In vielen seiner Werke thematisierte er den Ort seiner Kindheit und den Verlust der Heimat, so in seiner Gleiwitzer Roman-Tetralogie. Dies geschah jedoch immer im Geiste der Völkerverständigung, Groll hegte er nicht. Heimat war für ihn ein Begriff, der an Menschen, Tradition und Sprache hing; Landschaften, Wälder und Flüsse reichten nicht aus. Die Rückkehr in die Heimat, in die nicht selten schmerzhaften Kindheitstage, vollzog er literarisch, und setzte damit der 1945 untergegangenen Welt seiner Heimatstadt ein dauerhaftes Denkmal.

An gegebenem Anlass präsentiert Ihnen das Kulturreferat für Oberschlesien einen Aufsatz zu „Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit“ aus der Feder von Prof. Dr. Daniel Pietrek vom Lehrstuhl für deutschsprachige Literatur am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Oppeln. Prof. Dr. Daniel Pietrek studierte an den Universitäten in Oppeln und Berlin (Freie Universität) Germanistik. Seit 2001 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Oppeln. 2004 promovierte er mit einer Arbeit über die Rezeption von Witold Gombrowiczs Dramen in den deutschsprachigen Ländern (Daniel Pietrek: „Szlachcica polskiego pojedynki cieniów”. Recepcja dramatów Witolda Gombrowicza w niemieckim obszarze językowym, Wrocław 2006, 362 Seiten). Prof. Daniel Pietrek erhielt zahlreiche Stipendien, forschte und lehrte an den Universitäten in Dresden, Berlin, Bochum, Hannover und Marburg. In den Jahren 2011 und 2012 sowie 2015 war er Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Als erster erschloss er den Nachlass Horst Bieneks und habilitierte 2013 zu dessen Werk. Seine Monografie über Horst Bienek erschien im Thelem Verlag in Dresden 2012 unter dem Titel: „‘Ich erschreibe mich selbst.‘ (Autor)biografisches Schreiben bei Horst Bienek”. Für dieses Buch erhielt er am 25. November 2014 den Horst-Bienek-Förderpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Sein wissenschaftliches Interesse gilt vor allem der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts, schlesischer Literatur, und deutsch-polnischer Komparatistik.

Damian Pietrek

Prof. Dr. Daniel Pietrek wird am 7. Dezember 2021 im Rahmen von „Podium Silesia“ Gast im Haus Oberschlesien sein und einen Vortrag zu Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit halten.

Hier können Sie den Aufsatz herunterladen.

Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. Jiří Neminář

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Geschrieben von Skrabania
03. Dezember 2020
Zugriffe: 781

„Podium Silesia“ mal anders!

Der Kulturreferent für Oberschlesien präsentiert Ihnen den Vortrag „Das Hultschiner Ländchen. Ein soziokulturelles Laboratorium“ von Dr. Jiří Neminář, Historiker und Museumspädagoge am Museum des Hultschiner Ländchens (Muzeum Hlučínska) in Hultschin/Hlučín (Tschechien).

Das Hultschiner Ländchen ist selbst für die meisten Oberschlesier bis heute eine terra incognica. Zu Unrecht! Diese landschaftliche schöne Region im Süden des historischen Oberschlesiens, in der Mitte Europas, stellt geradezu ein Laboratorium des 20. Jahrhunderts dar: Mehrsprachigkeit, nationale Gegensätze, Grenzkampf, oberschlesische Traditionen.

Dr. Jiří Neminář führt sie durch das Museum des Hultschiner Ländchens und erzählt ihnen von der Geschichte der Region, die insbesondere im 20. Jahrhundert wechselhaft und dramatisch war.

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

Aufgrund der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen wurden bundesweit Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Auch das OSLM ist als Kultureinrichtung vom Lockdown betroffen und bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Veranstaltungen und Führungen finden online und nur nach gesonderter Ankündigung statt.

Kontakt

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Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

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