Kulturstrolche - Kooperationsprojekt „Kultur und Schule“
„Kinder
wollen entdecken, sich ausprobieren und Spaß dabei haben. Das gilt auch
für Theater, Museum und Musik. Das Kinderbildungsprojekt Kulturstrolche will Kinder für Kultur, vor allem für die vor der eigenen Haustür, begeistern.“ Das Projekt Kulturstrolche
– initiiert von der Stadt Münster für die Mitgliedstädte des
Kultursekretariats NRW Gütersloh, setzt hier an. Es schafft Synergien,
indem es die Zusammenarbeit von Grundschulen und kulturellen
Einrichtungen koordiniert.
Kulturstrolche will
langfristig allen Kindern in den beteiligten Städten eine kulturelle
Grundbildung in der Primarstufe sichern. Während des 2. bis 4.
Schuljahres sollen sie möglichst viele städtische Kultureinrichtungen
kennen lernen. Viele Kinder werden als Kulturstrolche erste
Kultur-Erfahrungen sammeln. Das Erlebte soll für sie in konkreten
Produkten sichtbar und greifbar werden: So erhält jedes Kind ein
Sammelheft, in das es einen Sticker pro Besuch in einer Einrichtung
einkleben kann.
In Ratingen beginnt
das auf drei Schuljahre angelegte Projekt mit dem Schuljahr 2008/09. In
den drei Schuljahren werden die Kulturstrolche insgesamt mindestens
sechs Kultursparten in sechs Institutionen durchlaufen. Dies sind die
Sparten Literatur, Geschichte, Bildende Kunst, Musik, Medien /Film sowie Theater/Tanz.
„Kulturstrolche
wissen einfach mehr, denn durch den Blick hinter die Kulissen haben sie
die Möglichkeit ein Selbstverständnis für ‘Kultur’ zu entwickeln.“
Für den Bereich Geschichte / Musik hat das Oberschlesische Landesmuseum gemeinsam mit dem Kulturkreis Hösel e.V. ein besonderes Kombinationsprogramm entwickelt. Dies setzt sich aus einem Museums- und Konzertbesuch zusammen. Beide Angebote können an verschiedenen Tagen durchgeführt werden:
Kulturstrolche im Oberschlesischen Landesmuseum
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großer Begeisterung und viel Neugier nahmen die Schulkinder der zweiten Klasse der Gebrüder-Grimm-Schule am 3. März an dem Projekt „Kulturstrolche“ teil. Begleitet wurden sie von ihrer Klassenlehrerin Karin Eritt. Sie hatte sich mit ihrer zweiten Klasse für das Ratinger Kulturbildungsprojekt beworben. Bei einer Führung durch das Oberschlesische Landesmuseum gab es viel Interessantes zu entdecken und zu erfahren. So lernten die jungen Teilnehmer wichtige Aufgaben der Museumsarbeit und viele spannende Gegenstände kennen. Anschließend wurden sie selbst zu Museumsexperten. Ausgewählte Objekte wurden in einer Gruppenarbeit genau untersucht. Dazu gehörte natürlich auch das Vermessen, Beschreiben und Katalogisieren. Die Kinder hatten sichtlich Freude an den gestellten Aufgaben. Ihr Einsatz wurde schließlich mit einem „Museumsdiplom für Kulturstrolche“ belohnt. Und natürlich gab es nach der Aktion auch die begehrten Aufkleber für den „Kultur-Pass“.
Musik hören - Musik live erleben
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Bei der Beschäftigung mit Musik ist
besonders der frühe Beginn wichtig. Das macht sich bei der Ausbildung
der Persönlichkeit des Kindes bemerkbar. Wissenschaftler belegen dies.
Das Angebot des Kulturkreises Hösel e.V. knüpft daran an. Das Motto
"Wir pflegen Kultur – wir bringen Kultur" schließt auch die Jüngsten
mit ein. So erleben bei einem Konzertbesuch im Festsaal der Stiftung
Haus Oberschlesien die teilnehmenden Schulkinder in Begleitung eines
Erwachsenen (z.B. Eltern oder Großeltern) hautnah, wie „klassische“
Musikkultur in ihrer Heimatstadt praktiziert wird. Als „Ehrengäste“
werden sie natürlich vom Vorstandsvorsitzenden oder einem anderen
Vertreter des Kulturkreises besonders begrüßt. Eine kurze kindgerechte
Einführung zum gebotenen Konzert erleichtert den jungen Zuhörern
überdies den Einstieg in das musikalische Programm.
Was tut man in einem Museum? - Museumsführung für Kinder mit praktischem Teil
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Sammeln, Bewahren, Erforschen, Dokumentieren, Ausstellen – das sind
wesentliche Aufgaben eines Museums. Bei einer Führung durch das Museum
werden die Kinder mit diesen Aufgaben vertraut gemacht. Sie lernen
verschiedene Objektgattungen (Gemälde, Skulptur, Fotografie, Grafik,
Kunstgewerbliches aus Porzellan und Silber) kennen und dürfen auch
einen Blick hinter die Kulissen in Werkstatt- und Depoträume werfen.
Unterschiedliche Arbeitsbereiche werden dabei erklärt. Anschließend
schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von
Museumswissenschaftlern. In Gruppen werden ausgewählte Objekte näher
untersucht. Es geht darum, einfache Fragen zu Herkunft, Material,
Abmessungen, Entstehung, Funktion von Museumsgegenständen zu erfassen.
Die Teilnahme wird mit einem „Museumsdiplom für Kulturstrolche“ belohnt.