Corona-Update

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Written by Perlt
09 February 2021
Hits: 382

Corona-Wiedereröffnung

Nach den Verordnungen des Bundes und des Landes NRW bleibt das Oberschlesische Landesmuseum bis auf Weiteres, mindestens jedoch bis zum 7. März 2021, geschlossen.

Digital bleiben wir aber weiterhin für Sie geöffnet!

Erleben Sie aktuelle und vergangene Ausstellungen, Online-Vorträge und Kurzführungen auf unseren digitalen Kanälen:

  •  Vortragsreihe „Podium Silesia“ auf Youtube

  •  Blick hinter die Kulissen beim Aufbau unserer neuen Sonderausstellung „Bewegte Leben“ auf Facebook und Instagram

  • Digitale Version zur Ausstellung „Unsere Natur. Die Schönheit der Welt!" (entstanden in Kooperation mit der Liebfrauenschule in Ratingen). Die Ausstellung wurde im Rahmen des Jugendkulturjahres 2020 durch die Stadt Ratingen gefördert.

  • Virtueller Rundgang durch unsere beliebte Ausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien"

Noch mehr Digitales finden Sie auf unseren weiteren Seiten…

Ausstellungseröffnung am 20. März 2021

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Written by Peters-Schildgen
14 January 2021
Hits: 1022

sa-plebiszit 2021 grafika-tytulowa


Polen oder Deutschland? Oberschlesien am Scheideweg
Zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung in Oberschlesien
20. März bis 31. Dezember 2021

(Digitale) Ausstellungseröffnung am 20. März 2021

Nach dem ersten Weltkrieg brach die altbekannte Ordnung Europas zusammen. Die Revolution fegte die Monarchien hinweg. Auf den Trümmern der Imperien der Habsburger, der Hohenzollern und der Romanows begannen neue, auf nationalen Ideen basierende Staaten zu entstehen, die nach ethnischer Homogenität strebten. Dort, wo die Bevölkerung ethnisch heterogen zusammengesetzt war, kam es zu regionalen Konflikten um Land, staatliche Zugehörigkeit und nationale Identität.

Der Hauptschauplatz dieser Ereignisse war Mittel- und Ostmitteleuropa. Auch die Polen in den preußischen Ostprovinzen forderten den Anschluss ihrer Heimatgebiete an den gerade entstandenen polnischen Staat. Weitere bewaffnete Konfrontationen schienen unvermeidlich und sollten durch Volksabstimmungen verhindert werden. Der am 28. Juni 1919 unterzeichnete Versailler Friedensvertrag, der auf dem Grundsatz der Selbstbestimmung der Völker beruhte, wurde zum Fundament der zu schaffenden neuen Ordnung in Europa.

So standen die Bewohner Oberschlesiens vor einem Dilemma: „Polen oder Deutschland?“ Vor diese Entscheidung gestellt, stimmten am 20. März 1921 knapp 60 Prozent der Wähler für den Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 40 Prozent votierten für eine Abtretung an Polen. Die Abstimmung wurde von mehreren Aufständen begleitet. Ein von Wojciech Korfanty angeführter Aufstand im Mai 1921 sollte die vollständige Angliederung an Polen durchsetzen, vermochte die Teilung Oberschlesiens im Juni 1922 aber nicht zu verhindern. Auf Beschluss der Pariser Botschafterkonferenz wurde Oberschlesien geteilt. 29 Prozent des Landes mit dem größten Teil des oberschlesischen Industriegebiets fiel an Polen. Die Teilung Oberschlesiens hatte weitreichende Folgen. Die Grenze durchschnitt eine jahrhundertelang gewachsene multiethnische, multikulturelle und mehrsprachige Region.

Am 20. März 2021 jährt sich die Volksabstimmung in Oberschlesien zum 100. Mal. Das Oberschlesische Landesmuseum widmet diesem wichtigen historischen Ereignis eine eigene Sonderausstellung. Sie erzählt von den Vorbereitungen, dem Verlauf und den Folgen der Volksabstimmung und präsentiert erstmals in dieser Zusammenstellung Exponate aus mehreren Museen in Polen, die durch Objekte aus der Sammlung des Oberschlesischen Landesmuseums ergänzt werden. Zu sehen sind Fahnen, Abzeichen, Waffen, Dokumente zur Abstimmung, Ausweise, Orden, eine Wahlurne sowie historische Fotografien und vieles mehr.

Die Ausstellung schärft zugleich den Blick auf die heutige Zeit. Die polnisch-deutsche Auseinandersetzung um Oberschlesien von vor hundert Jahren ist ein exemplarisches Beispiel dafür, zu welchen tragischen Konsequenzen ethnisch-nationale Konflikte führen können. Denn ein mit der ethnisch-nationalen Frage verbundenes Gewaltpotential besteht nach wie vor, wie der blutige Bürgerkrieg im zerfallenden Jugoslawien in den 1990er Jahren oder – in jüngster Zeit – die Konflikte in der Ostukraine und um die Region Berg-Karabach zeigen. Die Beschäftigung mit diesem historischen Ereignis mahnt uns bis heute, zwischenstaatlichen Interessenausgleich, Minderheitenschutz und den respektvollen Umgang der Völker Europas ernst zu nehmen.


Weitere Highlights im Jubiläumsjahr

Am 11./12. Juni 2021 findet in der Stiftung Haus Oberschlesien eine international besetzte wissenschaftliche Tagung zum Plebiszit in Oberschlesien statt.

Außerdem wird der 35-minütige Bildungsfilm „Ein europäischer Konflikt. Der Abstimmungskampf um Oberschlesien 1921“ – eine Co-Produktion des Kulturreferenten für Oberschlesien, der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, dem Oberschlesischen Landesmuseum und der Arche-Noah Filmproduktion – rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung fertiggestellt sein.


Permanent Exhibition

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01 March 2012
Hits: 8099

dauerausstellungThe permanent exhibition focuses on culture and history of Upper-Silesia. The three main topics are:

"Upper-Silesia before Industrialization"

"Upper-Silesia and Industry"

"Upper-Silesia in the 20th Century Politics"

The first part of the exhibition is about culture and history of Upper-Silesia before industrialisation. The central point is the German legal settlement since the 13th century which influenced towns as well as rural areas. It was authorized by the Silesian Piasts, a collateral branch of the Polish royal dynasty. Later they allied with the kingdom of Bohemia. As a result, Upper-Silesia became a member of the Holy Roman Empire of German Nation since the middle of 14th century. The House of Habsburg inherited Bohemia. In the 18th century, the Prussian king Friedrich II conquered the largest part of Silesia. Only a small part of Upper-Silesia stayed in possession of Austria.

The second part of the permanent exhibition deals with industrial history of Upper-Silesia, especially with mining as well as extractive metallurgy and metal working. In this context parallels may be drawn to the Ruhr area. The most important industrial managers are introduced – at first the aristocracy as a special characteristic of Upper-Silesian industry – then the Prussian state, civil entrepreneurs and increasingly stock corporations. Historical industrial pictures show how mining and industry developed and how they were perceived. The importance of the railway as a means of transport to the markets and as employer for the industry becomes apparent. Agriculture and its connection to the industry are also depicted followed by impressions of the field of work with links to social problems. Every day life in the Upper Silesian industrial area is represented by typical objects, giving an insight in the deep sense of peoples’ devoutness, as well as topics like family life, school, clubs and sociability.

The third section of the permanent exhibition is about Upper-Silesia caught between the international politics: as a bone of contention between Germany and Poland, as a scene of the German invasion in Poland and the unleashing of World War II and as a place of Nazi crimes in Auschwitz. During that time, the province of Upper Silesia was extended by annexation. The disaster of National Socialism ultimately resulted in flight, expulsion and evacuation of many inhabitants. Personal documents give an insight into historical events and their influence on peoples’ fates. The exhibition ends with a forecast, hopefully expecting a peaceful co-existence of Poles and Germans, who remained in Upper-Silesia as a visible sign of Europe's coming together.

The new basement exhibition is related in detail to the history of mining in Upper Silesia. The visitor can see a recreated mining tunnel section with a coal wagon, a rail section, as well as exhibits illustrative of the mining, the daily routine and miners’ culture and customs in Upper Silesia.

Worth mentioning are also beautiful examples of typical Upper Silesia coal carvings. The "black gold" is compared to the "white gold". These are important objects from the museum’s faience and porcelain collection. The production of faience, which is distinguished by its dark shards of pottery from the white porcelain, is conveyed descriptively. There are also objects from the Krister porcelain manufactory in Waldenburg, the Königszelt porcelain factory as well as use and luxury items made in the Tillowitz porcelain manufactory.

The permanent exhibition allows systematic and comparative access – for example in the museum's pedagogic program – with topics like "migration", "home", "ethnic cleansing", "foreigners" and "comparative industrial history".

Comming Events

Dienstag, 6. Oktober 2020, 18.30 Uhr
Wo die Mauern noch deutsch sprechen. Inschriften-Archäologie in Ober- und Niederschlesien
Projekt Vergessenes Erbe / Vergessene Inschriften
Vortrag von Dawid Smolorz
Ort: Haus Oberschlesien

Sonntag, 11 Oktober 2020, 15 Uhr
Eröffnung der Ausstellung der oberschlesischen Fotografengruppe „Karbon“ /   Projektpräsentation zum Thema Umwelt und Natur des Erzbischöflichen Realgymnasiums Liebfrauenschule in Ratingen
Haus Oberschlesien / Oberschlesisches Landesmuseum

Samstag, 17. Oktober 2020, 14:00 - 16:00
Das Museum entdecken!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Donnerstag, 26.11.2020, 18:30 Uhr
Lesung: „Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts“
mit Stephan Schäfer
Ort: Haus Oberschlesien

Samstag, 21. November 2020, 14:00 - 16:00
Unsere Umwelt!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Mittwoch, 9. Dezember 2020, 18:30 Uhr
Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit - Vortrag von Prof. Dr. Daniel Pietrek
Ort: Haus Oberschlesien

Samstag, 12. Dezember 2020, 14:00 - 16:00
Schlesische Weihnachten!
Zusatztermin!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Samstag, 19. Dezember 2020, 14:00 - 16:00
Schlesische Weihnachten!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum








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Address:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 71
40883 Ratingen (Hösel)

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+49(0)2102-965-0

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