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Unter dem beziehungsreichen Titel "Tradition und Partnerschaft" fand am ersten Dezemberwochenende an der Universität Köln ein wissenschaftliches Symposium und ein akademischer Festakt statt. Im Jahre 1952 hatte die Kölner Alma Mater die Patenschaft für die Schlesische Friedrich Wilhelms-Universität zu Breslau übernommen. Diese Traditionsübernahme und die nachfolgende Traditionspflege sind aus heutiger Sicht wohl wenig intensiv verfolgt worden. Gleichwohl boten diese Universitätsstatuten eine Grundlage für die 2003 begonnene Partnerschaft zur heutigen Universität Breslau. Die Kölner Feierlichkeiten im 200. Jubiläumsjahr der einst wichtigsten schlesischen Hochschule sind als eine Etappe solcher Kopperationsmöglichkeiten zu verstehen. Bei der Festveranstaltung sprach sich der Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Marc Jan Eumann, für die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit auf allen Ebene aus. Die zuständige polnische Generalkonsulin, Jolanta Kozłowska, hob Nordrhein-Westfalen als in jeder Hinsicht führendes deutsches Bundesland in den Kontakten mit Polen hervor. Joachim Kardinal Meissner erinnerte sich an die eigene Kindheit in Breslau. Sein Vater hatte ihm auf dem Weg von der Dominsel zur Innenstadt mit auf den Weg gegeben, was die Universität bedeute. Der Dom sei das Herz der Stadt und die Universität ihr denkender Kopf. Prof. Tassilo Küpper war Rektor gewesen, als die Partnerschaft neu eingerichtet wurde und erinnerte an diese Zeit.Teil der Feierstunde war die Überreichung von Jubiläumsmedaillen durch den Breslauer Universitätsrektor, Prof. Dr. Marek Bojarski und der Leiter des neuen Breslauer Universitätsmuseums, Prof. Dr. Dr. Jan Harasimowicz. Einer guten polnischen Regel folgend entwarf eine Warschauer Künstlerin die Gedenkmedaille, die dann bei der Staatlichen Münze hergestellt wurde. Die ersten silbernen Plaketten wurden im Oktober an die beiden Staatsoberhäupter in der Aula Leopoldina überreicht. Nun bekam Kardinal Meissner diese besondere Gabe vom Breslauer Hochschulrektor ausgehändigt. Bronzene Jubiläumsmedaillen gingen an deutsche Partner für unterschiedliche lange Verbundenheit.
Ausgezeichnet wurden Kölner Gastgeber, die Breslauer Sammlung Köln und einige weitere Persönlichkeiten bei durchaus unterschiedlich langer Verbundenheit. Erfreut empfing OSLM-Direktor Dr. Stephan Kaiser eine der gegossenen bronzenen Medaillen von Rektor Bojarski. Dessen vielfältiges Engagement in Breslau würdigte Professor Harasimowicz. Lang sei die Liste von Kaisers Gastvorlesungen, Konferenzbeiträgen und Praktikantenbetreuung während mehr als einem Jahrzehnt. Nicht zuletzt der neue Aspekt der Partnerschaft mit Breslaus Universitätsbibliothek garantiere weitere Kooperation. Dr. Kaiser erklärte daraufhin: "Das Motto solch einer Feierstunde ist somit wörtlich zu nehmen. Aus der Tradition erwächst Zusammenarbeit. Zudem gilt auch umgekehrt, dass Partnerschaft auf Tradition aufbauen kann. Die eigene Würdigung zeigt, dass es schon viele Anlässe gab und wird anregen, weitere Aktivitäten vorzunehmen." Das Treffen mit den zahlreichen Gesprächen bot dazu anschließend einen guten Rahmen.