Zwar ist es für die Jahreszeit immer noch etwas zu kühl, doch immerhin war es sonnig und später trat der Vollmond hervor. "Zwischen Himmel und Erde“ war das Motto der OSLM-Museumsnacht am Freitag, 28. Mai 2010 von 17.00 bis 24.00 Uhr. Die ersten Besucher blieben gleich nach der regulären Öffnung, die letzten kamen wenige Minuten vor Mitternacht. Stets was die Sonderausstellung „Herrenlos! Schlesische Klöster zwischen Aufhebung und neuer Berufung“ mit dem attraktiven Abendprogramm ein besonderer Anlass herzukommen. Das betonte auch Direktor Dr. Stephan Kaiser in seiner Eröffnung eine Viertelstunde nach 18 Uhr. "Beim OSLM zu beginnen, mag ein Zufall oder eine gute Absicht sein. In jedem Falle wird an verschiedenen Stellen für Erlebnis und unterhaltsame Bildung gesorgt sein. Das alles bietet einen lohnenden Abend", so Dr. Kaiser.
Was es nicht alles gab alleine in Hösel: Mystische Klosterwelten, gregorianische Gesängen, Schreibstube gotischer Initialen, Einführung zur Kräuterkunde und das „Erlebnis der Sinne" samt Barfussparcours über Gras, Kohle und Sand. Das Abendmotto trat mit dem pantomimischen Tanz zwischen „Himmel und Hölle“ nochmals besonders hervor. Führungen und spezielle Aktionen für Kinder ergänzten laufend das Angebot. Ein kleines Feuerwerk sollte nochmals einen visuellen Höhe(n)punkt bilden. Als bewährte Partnerinstitutionen stellten sich an Informationsständen die Stiftung Gerhart Hauptmann-Haus aus Düsseldorf und der Kulturkreis Hösel sowie erstmals anlaßbezogen das Klostermuseum Mülheim-Saarn vor.
Beim gegenüberliegenden Haus Oberschlesien war wieder unter Zelten viel Essen und Trinken zu haben. "Schlesisches Himmelreich" und andere schlesische Spezialitäten waren stets begehrt. Gespräche gab es dort u.a. mit Ratinges 1. Bürgermeister David Lüngen, Kulturderzernent Dirk Tratzig und Kulturamtsleiterin Dr. Inge Röhnelt. Mit dabei auch der Vorstand des Kulturkreises Hösel und die LdO-Geschäftsstelle.
Die 4. Museumsnacht im OSLM war eingebunden in die Museumsnacht des Kreises Mettmann. Eine Stunde nach Mitternacht war das meiste vorbei und sämtliches Gerät vom OSLM-Team wieder verräumt. Die Wochenenbesucher werden wenig davon merken, sieht man von einigen Plakaten ab. Die Besucherzahl erreichte den Stand von 2008 und blieb damit hinter dem letztjährigen Höhepunkt zurück.
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