Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht von der schrecklichen Flugzeugkatastrophe von Smolensk vernommen. Unter den vielen Toten befinden sich Polens Präsident Lech Kaczynski, seine Frau Maria Kaczynska und etliche hochrangige Vertreter des Landes.
Kaczynski und seine Delegation wollten an einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn teilnehmen.
Allen Angehörigen sowie der gesamten polnischen Bevölkerung gilt unser tiefes Mitgefühl.
Unter dem Titel "Trauer bei Freunden" berichtet die Rheinische Post Ratingen in ihrer Ausgabe vom 13.4. über die Reaktionen der Ratinger Bevölkerung auf das tragische Unglück. Wie in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen gibt es auch in Ratingen viele Menschen mit polnischen Wurzeln. Bei allen sitzt der Schock tief und die Trauer ist groß.
Auch Kardinal Meisner, Schirmherr der nächsten Sonderausstellung des OSLM zur Säkularisation in Schlesien, gedenkt der polnischen Absturzopfer. „Ein tragischer Flugzeugabsturz hat dem polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski und vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Polen, darunter auch unserem bischöflichen Mitbruder Tadeusz Ploski und weiteren Geistlichen, den Tod gebracht“, schreibt Meisner in einem Brief an den katholischen Primas von Polen, Erzbischof Henryk Józef Muszynski. „Ich bin Ihnen und Ihrem Volk auch weiterhin eng im Gebet verbunden und übersende Ihnen meine brüderlichen Segenswünsche“, schließt das Schreiben. Schon beim Dank- und Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Papst Johannes Paul II. am vergangenen Sonntag, 11. April 2010, hatte der Erzbischof der Opfer des Flugzeugabsturzes in Smolensk und deren Hinterbliebenen gedacht. Mit den Gottesdienstteilnehmern betete er um die österliche Vollendung für die Toten und um Trost und Hoffnung für ihre Angehörigen.