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Abt Gregor Henckel-Donnersmarck besucht das Oberschlesische Landesmuseum

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img_7211Der Abt des Zisterzienstiftes Heiligenkreuz bei Wien, Gregor Henckel-Donnersmarck, nutzte seinen Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen, um am 23. März das Oberschlesische Landesmuseum zu besuchen. In einem großen Rundgang erhielt er einen Eindruck von der Tätigkeit des Museums und der Stiftung Haus Oberschlesien. Begleitet wurde er dabei von Vorstandsmitglied Dipl. Ing. Paul Schläger, Museumsdirektor Dr. Stephan Kaiser, Kurator Dr. Gregor Ploch sowie Andreas Gundrum, Geschäftsführer der Landsmannschaft der Oberschlesier.

p1020749Abt Gregor, mit bürgerlichem Namen Ulrich Maria Karl Graf Henckel von Donnersmarck, stammt aus der oberschlesischen Linie der Familie Henckel von Donnersmarck. Abt Gregor bekennt sich offen zu seinen Wurzeln und unterstützt die Anliegen der Oberschlesier im Bereich der Kulturpflege. Nach der Flucht aus Schlesien ließ sich die Familie zunächst in Bayern, dann in Österreich nieder, wo er aufwuchs. Seit 1999 leitet er als Abt das Zisterzienserstift in Heiligenkreuz. Regisseur und Oskarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck ist im Übrigen sein Neffe. Das Drehbuch zu seinem erfolgreichen Film verfasste dieser bei einem Gastaufenthalt im Stift Heiligenkreuz.

img_7233Für den Abt war es der erste Besuch im Oberschlesischen Landesmuseum. Dementsprechend groß waren die Vorfreude und das Interesse an der Tätigkeit des Museums. Der Gast zeigte sich sichtlich beeindruckt von den vielfältigen Themen der Sonderausstellungen und lobte das kulturelle Engagement der Einrichtung.

Bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung wurde er mehrfach mit seiner eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Seine oberschlesischen Wurzeln wurden für ihn bei der Betrachtung historischer Karten greifbar. In dem Lehnbach-Porträt mit Guido Fürst Henckel-Donnersmarck begegnete er seinem „entfernteren Verwandten“, den er liebevoll „Onkel Guido“ nannte.

img_7249Dieser gehört zur Tarnowitzer-Neudecker Linie der Henckel von Donnersmarcks. Auch sie trieben als Adelige die industrielle Entwicklung in Oberschlesien maßgeblich voran. Erinnerungen des Abtes an die Flucht seiner Familie aus Oberschlesien wurden bei der Betrachtung eines Flüchtlingskoffers gegenwärtig. Ein ähnlicher Koffer war ein brauchbares Fundstück auf der Flucht und später noch Begleiter der Familie. Das ist lebendige Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes.

Museumsdirektor Stephan Kaiser betonte die vielfachen Verknüpfungen, die sich für weitere Kooperationen ergeben können. Das Oberschlesische Landesmuseum plant für das kommende Jahr eine große Ausstellung zum Adel in Schlesien. Oberschlesische Aristokratendynastien werden dabei natürlich ins Blickfeld geraten. Deshalb sei es wichtig, sich auch intensiver mit der Familie Henckel von Donnersmarck zu beschäftigen.

Zum Abschluss des Besuches trug der Abt sich ins Gästebuch des Oberschlesischen Landesmuseums ein. Bei Kaffee und Kuchen ließ man die Eindrücke des Museumsbesuches Revue passieren. Abt Gregor bekräftigte seineimg_7267 Absicht, das Oberschlesische Landesmuseum in naher Zukunft erneut zu besuchen. Eine willkommene Gelegenheit hierzu bietet ihm die große Sonderausstellung „Herrenlos! Schlesische Klöster zwischen Aufhebung und neuer Berufung", die am 16. Mai eröffnet wird. Auch Stift Heiligenkreuz wird dem Oberschlesischen Landesmuseum mit einer Leihgabe zur Seite stehen.

 

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