Eine geschlossene Schneedecke im oberschlesischen Beuthen draußen und die Wärme der fernen Serengeti drinnen, mit diesen Kontrasten beginnt die große naturkundliche Grzimek-Ausstellung im Oberschlesischen Museum in Beuthen. Zu den aus Ratingen bekannten Exponaten treten zahlreiche Präparate aus den reichhaltigen lokalen Sammlungen des polnischen Partnerns. Am Freitag, 12. Februar 2010, wurde die Ausstellung in neuer Gestaltung dem Publikum übergeben.
Bei der Eröffnung dankte der Stadtpräsident den beteiligten Museen für die Initiative. Museumsdirektor Mieczyslaw
Dobrowski hatte schon eingangs den großen Stellenwert der Zusammenarbeit wie auch der aus Oberschlesien stammenden Persönlichkeit von Bernhard Grzimek gewürdigt. Dass es neuer Erinnerung bedarf und erst die Vielfalt das reichhaltige Erbe ausmacht, stellte auch Dr. Stephan Kaiser heraus. Als neuer Leiter der Kulturabteilung des Kattowitzer Marschallamtes war Przemysław Smyczek gekommen. Da dies seine erste Ausstellungseröffnung und diese gleich ein Kooperationsprojekt ist, so mag dies ein hoffnungsvolles Zeichen oder auch Beleg der Selbstverständlichkeit gelebten Austausches zwischen Nordrhein-Westfalen und der Partnerregion Schlesien sein. Schließlich führte Charlotte Dietrich als deutsche Kuratorin in das Lebenswerk Grzimeks ein. Das trotz der winterlichen Witterung zahlreich erschienene Publikum bekam sodann die in zwei großen Sälen gezeigte Schau vorgestellt. Ein guter Start also im Jubiläumsjahr von Beuthens großem Museum. Bis zum 30. April ist diese Ausstellung geöffnet.