Warning
  • Info: COM_VIRTUEMART_ASSIGN_VM_TO_MENU

Pressetext "Oberschlesische Städte im Zweiten Weltkrieg"

03 July 2019 Hits: 622 Written by Peters-Schildgen
Print Email

Presseinformation

Oberschlesisches Landesmuseum (OSLM)
Bahnhofstr. 62, 40883 Ratingen (Ortsteil Hösel)

Tel. +49 (0) 21 02 / 96 50
e-mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Web: www.oslm.de
https://www.facebook.com/Oberschlesisches.Landesmuseum

Öffnungszeiten
täglich außer montags von 11.00 – 17.00 Uhr

An Feiertagen gelten häufig abweichende Öffnungszeiten.
Geschlossen: 3.10.2019


7. Juli bis 6. Oktober 2019

Oberschlesische Städte im Zweiten Weltkrieg
Sonderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen

Oberschlesien blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Erster Weltkrieg, Aufstände und Volksabstimmung, Teilung, Zweiter Weltkrieg und anschließend Flucht und Vertreibung prägten diese Region im 20. Jahrhundert. Die Tafelausstellung stellt 15 Städte des oberschlesischen Industriereviers und des benachbarten Dombrowaer Beckens vor, die nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 in dem neu gebildeten Regierungsbezirk Kattowitz zusammengeschlossen wurden. Damit wurde eine Region zu einem Verwaltungsverbund vereinigt, die 1922 als Folge des Ersten Weltkriegs zwischen Deutschland und dem neuen polnischen Staat aufgeteilt worden war. So waren die Städte Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg nach dem Ersten Weltkrieg in der 1919 neu gegründeten, preußischen Provinz Oberschlesien beim Deutschen Reich verblieben. Die Übernahme der Macht und die Durchdringung der Gesellschaft durch die Nationalsozialisten erfolgten hier nach dem bekannten Muster von „Verführung und Gewalt” bereits seit 1933. Demgegenüber hatten Kattowitz, Königshütte, Pless, Tarnowitz und Rybnik seit der Teilung Oberschlesiens 1922 zur polnischen autonomen Woiwodschaft Schlesien gehört. Sie wurden dem Deutschen Reich 1939 wieder angeschlossen und von den neuen Machthabern erkennbar auch als „Kriegsbeute” behandelt. Gleiches galt für die Städte, die zu keiner Zeit Teil des Deutschen Reiches gewesen waren: Bielitz, Teschen, Chrzanów und Saybusch lagen bis 1918 im Habsburgerreich, Bendzin, Olkusz und Sosnowitz dagegen in Russisch-Polen. In diesen Städten begann mit dem deutschen Einmarsch unmittelbar eine von den rassenideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten bestimmte, aggressive und gewaltsame Volkstums- und Germanisierungspolitik gegen die polnischen Bevölkerungsteile sowie die rücksichtslose Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Der von Deutschland begonnene Krieg endete 1945 mit einer vollständigen Niederlage. Daraus resultierte die massenhafte Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der endgültige Verlust Schlesiens für Deutschland. Ab Januar 1945 besetzte zunächst die Rote Armee Oberschlesien, das anschließend Teil des polnischen Staates wurde.

Die Ausstellung basiert auf einer polnischen Fassung des Staatsarchivs Kattowitz. Zu den bevorstehenden Gedenkveranstaltungen an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren bietet sie einen wertvollen und neuen Beitrag aus lokaler und regionaler Perspektive. Zahlreiche historische Exponate aus den hierzulande völlig unbekannten dokumentarischen Überlieferungen (Archivalien, historische Fotografien, Broschüren, Plakate etc.) werden auf den Tafeln der Ausstellung präsentiert.

Eine Ausstellung des Kulturvereins für Schlesien und Mähren e.V., Düsseldorf © 2018
In Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Kattowitz / Archiwum Państwowe w Katowicach

Kooperationspartner:
Freunde des Staatsarchivs / Towarzystwo Przyjaciół Archiwum
Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen

Die Illustrationen stammen aus den Sammlungen des Staatsarchivs Kattowitz
sowie der Museen in Chrzanów, Gleiwitz / Gliwice und Rybnik

Projektförderung:
Bezirksregierung Düsseldorf aus Mitteln des Landes NRW nach § 96 BVFG, 2018

Abbildung:
Plakat „Oberschlesische Städte im Zweiten Weltkrieg“
Layout: morawski-design.pl

Hier gibt es die Pressemitteilung als PDF-Download.

Hier finden Sie das Plakatmotiv zur Ausstellung als PDF-Datei.

Kommende Veranstaltungen

ArtLAB - Herbst in Aquarell
am Dienstag, dem 22. Oktober, 14 - 17 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
am Donnerstag, dem 24. Oktober, 14 - 17 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kunst&Wein: Aquarellmalen für Erwachsene
am Donnerstag, dem 07. November, 18:30-20:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

"Salon Schlesien". Ein Solo-Klavierabend
am Samstag, dem 09. November, 19-20:30 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.