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Aktuelle Ausstellungen

29.01. - 16.09.2012 - "300xFriedrich. Preußens großer König und Schlesien"

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Friedrich der Große in Schweidnitz (Detail), 1758Große Sonderschau anlässlich des 300. Geburtstages Friedrichs II.

Im Jahr 2012 wird das öffentliche historisch-kulturelle Gedenken im Zeichen des 300. Geburtstages des preußischen Königs Friedrich II. stehen. Zentrale Ausstellungen finden in Berlin und in Potsdam statt. Zum Gedenken an diese preußische Epoche wird es auch im Bundesland Nordhrein-Westfalen eine lebendige und ansprechende Ausstellung geben, die das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) großflächig auf über 500 qm präsentiert. Damit wird schon vor den Berliner Veranstaltungen das Thema publikumswirksam aufgegriffen. Die Schirmherrschaft für die neue Sonderschau übernimmt die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Zur Person
Wer von Preußen spricht, der kennt auch seinen bekanntesten König: Friedrich II. (1712-1786). Als einziger deutscher Monarch hielt sich sein Beiname „der Große“. Als solcher wurde er schon zu Lebzeiten bezeichnet. So umstritten er bis heute ist – Leben und Wirken Friedrichs II. haben viele beachtenswerte Aspekte aufzuweisen. Kunst und Kultur einerseits, Militär und Kriege andererseits bestimmten sein Andenken. Schlesien war dabei Auslöser und Auswirkung zugleich.

DioramaDas Herzogtum Schlesien südlich der Mark Brandenburg stand unter habsburgischer Oberhoheit. Erbansprüche machte der junge preußische König noch im Jahr seiner Thronbesteigung 1740 militärisch geltend. Die drei schlesischen Kriege endeten erst 1763. Der größte Teil Schlesiens wurde vertraglich Preußen zugesprochen. Ein Vierteljahrhundert lang konnte Friedrich II. den Neuaufbau und die Neuausrichtung der neuen Provinz Schlesiens im preußischen Sinne lenken. Vor 225 Jahren, 1786, starb Friedrich der Große und 1986 gab es die letzten größeren Sonderausstellungen zu seinem Leben und Wirken. Friedrichs 300. Geburtstag nimmt das OSLM zum Anlass für eine neue Betrachtung. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Experimentierfeld Schlesien gelegt.

Die Ausstellung
Was machte das Herzogtum Schlesien für Preußen so interessant? Wie erfolgte die Aneignung –
zuerst kräftezehrend mit militärischen Mitteln, dann administrativ und als wirtschaftlicher Aufbau? Wie funktionierte Friedrichs merkantilistische Wirtschaftspolitik? Auf welche Weise konnten die Schlesier für den neuen Staat gewonnen werden? Wie verhielten sich dagegen die Habsburger? Warum konnten sie nur einen kleinen Teil der wertvollen Region behalten? Was hat es mit dem verklärenden Bild Friedrichs II. im 19. und 20. Jahrhundert auf sich? Wie hat sich die polnische Wahrnehmung gewandelt? Welche Zeugnisse der friderizianischen Epoche haben überdauert? Auf solche Fragen wird die Ausstellung eingehen und Antworten bieten. In zwei Etappen wird die authentische Persönlichkeit des preußischen Königs in Zeitzeugnissen und seine spätere Inszenierung herausgestellt.

Mit der vielgestaltigen Präsentation „300XFriedrich. Preußens König und Schlesien“ knüpft das Oberschlesische Landesmuseum an seine Preußen-Ausstellung von 2006/2007 an und leitet über zum Thema „200 Jahre Befreiungskriege“ als Ausstellungsschwerpunkt des Jahres 2013.

Die feierliche Eröffnung findet statt am Sonntag, dem 29. Januar 2012, um 15 Uhr.


Weitere Informationen und aktuelle Zusatzberichte finden Sie auch auf der Sonderseite zur Ausstellung unter f2.oslm.de

 

06.11.2011 - 5.02.2012 - "100 Jahre, 100 Exponate. Unser Partner Bytom/Beuthen"

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Ausstellungsgebude_MGB1Eine Ausstellung des Oberschlesischen Museums Beuthen (Muzeum Górnośląskie w Bytomiu)
III. Ausstellung der Reihe „Unsere Partnerinstitutionen stellen sich vor“.
Eröffnung: Sonntag, 6.11.2011, um 15 Uhr

Das Oberschlesische Museum in Beuthen feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einer Serie von Sonderausstellungen. Dazu gehört auch die Wanderausstellung im deutschen Partnermuseum, dem Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen.100 wertvolle Objekte werden erstmalig in Deutschland gezeigt und verdeutlichen die Vielfalt der Beuthener Museumssammlungen. Die Anfänge des Museums gehen auf das Jahr 1910 zurück, als geschichtsbegeisterte Beuthener Bürger den „Beuthener Geschichts- undwilkom

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Museumsverein“ gründeten. Dieser besaß zunächst noch kein eigenes Gebäude. Die ersten kleinen Bestände stammten aus Privatbesitz und wurden in einer benachbarten Schule in zwei Sälen präsentiert. Heute ist das polnische Museum „Muzeum Górnośląskie“ eine bedeutende Einrichtung in Trägerschaft der regionalen Selbstverwaltung. Drei Gebäude gehören zu diesem Museum, dessen Sammlungen sich auf über eine Million Exponate belaufen.

Für die Ausstellung in Ratingen präsentiert sich das Beuthener Museum mit 100 ausgewählten Exponaten. Die Ausstellung stellt in den Grundzügen die Geschichte des Museums und die Tätigkeit der zahlreichen Museumsabteilungen vor. Archäologische Funde, Gemälde, Zunftsilber, oberschlesische Fayencen und naturkundliche Präparate ermöglichen spannende kunst- und kulturgeschichtliche Einblicke. Die Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts haben auch zu Kollektionen aus Polens Osten geführt. So wird im ZusammenspBytomiel mit Archivdokumenten ein breiter historisch-landeskundlicher Bogen gespannt. Die Ausstellung richtet den Blick auch auf die Stadt Beuthen, eine der historisch ältesten oberschlesischen Städte. Aus einer Burg mit Marktsiedlung entstand 1254 die Hauptstadt des Fürstentums. Von dieser Zeit zeugt noch die mittelalterliche Altstadt mit ihren Kirchen. Zu den Sehenswürdigkeiten Beuthens zählen weiterhin die zahlreichen Bürgerhäuser des Historismus und Jugendstil sowie Gebäude der Moderne wie die Barbara-Kirche aus Stahlbeton (1931), die Post (1908), das Hallenbad (1932), das Landesmuseum und die Schlesische Oper (1901). Durch die Hochindustrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt. Rundherum entstand ein Kranz von Großstädten wie Gleiwitz/Gliwice, Hindenburg/Zabrze und Königshütte/Chorzów. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gehörte Beuthen zu den reichsten Städten der Region. Durch die Teilung Oberschlesiens nach dem Ersten Weltkrieg verblieb Beuthen beim Deutschen Reich. Das Oberschlesische Museum in dieser Stadt erhielt einen bis heute genutzten funktionalen Neubau.

Mit „Unser Partner Breslau“ startete das Oberschlesische Landesmuseum 2009 eine neue Ausstellungsreihe. Im Mittelpunkt stehen Kunst und Geschichte bedeutender schlesischer Städte. Gemeinsam mit dort ansässigen Partnerinstitutionen werden die Ausstellungen vorbereitet. 2010 war das Schlesische Landesmuseum in Troppau / Opava zuGast im Oberschlesischen Landesmuseum.

 

"Schlossgeschichten. Adel in Schlesien"

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Die Wanderausstellung ist vom 13. Februar bis 16. Mai im Haus der Heimat in Stuttgart und vom 23. Februar bis 31. Mai 2012 im Oberschlesischen Museum in Beuthen zu sehen.

Wie aus dem Märchen. Das neugotische Schloss Moschen/Moszna (Woiw. Oppeln) der Grafen Tiele-Winckler. Foto: Stephan Kaiser © Oberschlesisches Landesmuseum

Schlossgeschichten

Glanzvolle Schlösser, fürstliche Tafeln und ausschweifende Feste; illustre Gesellschaften, prächtige Jagden und fantastische Reichtümer, Skandale und Dekadenz − so stellt man sich die Welt des schlesischen Adels vor. Was stimmt von diesen Vorstellungen? Welche Aufgaben und Funktionen hatte der landständige Adel vor 1945? Was waren seine wirtschaftlichen Grundlagen?

Adel in Schlesien
Schlesiens Bedeutung, seine habsburgische und preußische Einbindung sowie die konfessionellen Verhältnisse ließen über die Jahrhunderte eine vielfältige Adelslandschaft entstehen. Die neuen sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach dem Ersten Weltkrieg betrafen den Adel existenziell. Die standesgebundenen adligen Privilegien entfielen. Das eigentliche Ende der schlesischen Adelswelt kam 1945. Die meisten Schlösser und Besitztümer wurden zerstört. Niemand kann genau sagen, wie viele Schlösser und Herrenhäuser in Schlesien bestanden. Um die Tausend lassen sich aufzählen. Häufig gründeten sie auf mittelalterlichen Wehranlagen. Der oberschlesische Industriellenadel konnte es sich im 19. Jahrhundert leisten, daraus residenzähnliche Schlösser zu machen. Sein Reichtum beruhte auf der Förderung von Steinkohle sowie Zink- und Eisenerz.

Schlesische Adelsfamilie
Die Familien Ballestrem, Henckel-Donnersmarck oder Tiele-Winckler wurden damit bekannter als der ältere Adel der Lichnowsky, Oppersdorff oder Zedlitz. Diese Grundherren widmeten sich weiterhin überwiegend der Gutswirtschaft. Grafische Ansichten verklärten deren Schlösser zur ländlichen Idylle. Die Bindung an seinen Grundbesitz prägte die Identität des Adels. Eine Herrschaft wie Trachenberg (heute Żmigród) war 300 Jahre lang Eigentum der Fürsten Hatzfeldt. Gab es keinen männlichen Nachkommen, fielen die Güter an ein anderes Geschlecht. Ein Beispiel ist Falkenberg (heute Niemodlin), das die schlesische Adelsfamilie der Praschma von den mährischen Zierotin erbte. Dagegen galten Verkäufe wegen unrentabler Bewirtschaftung als unstandesgemäß. So schmerzte es Joseph von Eichendorff, dass seine Eltern Lubowitz veräußern mussten.

Die Wanderausstellung
Die Ausstellung präsentiert Adelsbiografien, Stammbäume, Porträts, prächtige Urkunden und künstlerische Grafiken. Nachfahren des ehemals in Schlesien ansässigen Adels äußern sich in Videointerviews zur Lebensweise ihrer Vorfahren und zu ihrer Beziehung zur früheren Heimat. Ausgewählte Exponate illustrieren die historischen Verbindungen zu Südwestdeutschland. Der erste Herzog von Ratibor etwa entstammte dem Geschlecht der Hohenlohe-Schillingsfürst und ererbte seinen oberschlesischen Besitz im 19. Jahrhundert. In der Ausstellung werden wertvolle Leihgaben u. a. dieser Familie zu sehen sein.

Hier können Sie den schlesischen Adeligen Hans-Ulrich Graf Schaffgotsch hören.
Dieser erzählt in dem WDR-Beitrag "Von Oberschlesien nach Brasilien" aus seinem Leben.
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Bereits vierter „Adlerflug“ – Haus des Deutschen Ostens zeigt Luftfahrtausstellung in München

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Eine verkleinerte Version der großen OSLM-Sonderausstellung „Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfahrtgeschichte“ geht nun bereits zum vierten Mal auf Wanderschaft. Vom 12. Juli bis 5. Oktober 2012 zeigt das Haus des Deutschen Ostens (HdO) die Luftfahrtausstellung in München. Zuvor war sie bereits von März bis April 2011 in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne, von April bis Juli 2011 in Gersfeld an der Wasserkuppe (Rhön) und von September bis Oktober 2011 im Haus der Heimat, Wiesbaden (Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen e.V.) zu sehen.

Flughafen Oberschlesien

Der alte Ikarus-Traum, sich in die Lüfte erheben zu können wie ein Adler, ist vielleicht ebenso alt wie die Menschheit selbst. Schlesien hat in der Entwicklung der Luftfahrt im frühen 20. Jahrhundert eine interessante Funktion eingenommen. Bereits im Revolutionsjahr 1789 stieg der Franzose Jean-Pierre Blanchard mit seinem Aerostaten in Breslau auf. Am Fuße des Riesengebirges entstand nach dem ersten Weltkrieg die Segelflugschule Grunau, die Weltruf erlangte. Mit Gleiwitz und Breslau wurden schon früh Verkehrsflugplätze in das Netz der Lufthansa integriert. In der militärischen Luftkriegsführung zeichneten sich gebürtige schlesische Flieger wie Manfred von Richthofen aus.

Der Blick auf die Luftfahrtgeschichte in Schlesien ist gleichzeitig ein Blick auf die Entwicklung des Flugwesens im Allgemeinen. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigte vom 8. November 2009 bis 25. April 2010die große Sonderausstellung „Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfahrtgeschichte“. Sie informierte umfassend über die Geschichte von Luftfahrt, Luftsport und Luftkrieg von den Anfängen bis heute. Flugpioniere, Flugzeuge, Flugtage und Flughäfen werden in Erinnerung gebracht. Im Mittelpunkt standen ein Grunau-Baby, das wohl meistgebaute Segelflugzeug aller Zeiten, ein Schulgleiter SG 38 vom Oldtimer Segelflugclub an der Wasserkuppe und die EC-3 Pou Plume, ein erfolgreiches kleines Motorflugzeug mit ganz besonderen Tragflächen aus dem Bestand des Luftfahrtmuseums Krakau.

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Postkarte Flughafen Gleiwitz

In verkleinerter Form befindet sich die Sonderausstellung nun auf Wanderschaft. Sie besteht neben zumeist kleineren Exponaten aus reich bebilderten, großformatigen Innenraumbannern mit sorgfältig recherchierten Texten. Auf Roll-Up-Bannern werden Pioniere der Luftfahrt vorgestellt, die aus Schlesien stammen oder dort wirkten. Mit einem Klick auf die einzelnen Namen können Sie hier das dazugehörige Banner auch als PDF betrachten. Weitere Informationen finden Sie unter luftfahrt.oslm.de.

Hans Bruno Andresen, Otto Bernert, Walter Blume, Herbert Ernst, Gottlob Espenlaub, Fritz Heidenreich, Wolf Hirth, Robert Mandetzky, Leonhardt Maniura, Hans-Joachim Pancherz, Hanna Reitsch, Lothar von Richthofen, Manfred von Richthofen, Edmund Schneider, Eberhard Scholz, Robert Schwede, Paul Steinig, Peter (Pit) van Husen, Eugen Hubert Wiencziers, Johannes Winkler.