Erster offizieller Besucher der neuen Porzellanausstellung im Oberschlesischen Landesmuseum war am 1. Adventssonntag Polens Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. {phocagallery view=category|categoryid=40|limitstart=0|limitcount=1|namenumchar=30|displaydetail=0|displayname=0|imagerandom=1|float=left|displaydownload=0} Dr. Marek Prawda ließ sich von Museumsdirektor Dr. Stephan Kaiser sowie Vorstandsmitglied Dipl. Ing. Paul Schläger die von Ratingen ausgehende internationale Museumsarbeit vorstellen. Polens Botschafter ist ausgewiesener Deutschlandkenner. Der 50jährige Soziologe studierte in Leipzig und Hamburg. Nach wissenschaftlichen Funktionen zur Deutschlandforschung war er bereits von 1992 bis 1998 an der Polnischen Botschaft in Berlin tätig. Nachdem er später vier Jahre sein Land als Botschafter in Schweden vertrat, ist er seit 2006 oberster polnischer Repräsentant in Deutschland.
Für den Rundgang durch das Oberschlesische Landesmuseum nahm Botschafter Dr. Prawda sich viel Zeit. Nach seiner Einführung in Geschichte und die zukunftsgewandten Funktionen des Museums folgte ein ausführlicher Rundgang durch die Dauerausstellung. In der neuen Sonderausstellung über das schlesische Porzellan staunte der Botschafter über die Vielfalt dieser einst sehr leistungsstarken und international exportierenden Industrie. Belustigt wurden ausgefallene Motive und edle Gestaltungsmuster betrachtet. Sodann gab es noch Einblicke in die Spielwelt, die jung und alt gegenwärtig gleichermaßen in das Oberschlesische Landesmuseum lockt.
Abschließend konnten die erweiterten Recherchemöglichkeiten im Fachinformationszentrum der Stiftung Haus Oberschlesien vorgestellt werden. Für Polens Botschafter war es der erste Besuch in einem speziell auf sein Land ausgerichteten deutschen Museum. So schied er mit guten Wünschen im Gästebuch: „Mit Dank für eine Führung durch die Ausstellungen und mit den besten Wünschen für die Zukunft einer Institution, die das Verbindende sucht!“.
Direktor Dr. Kaiser betonte, dass gegenseitige Bekanntschaft hierzulande wie grenzüberschreitend eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit sei. Je mehr Vorhaben auf gemeinsamen Interessen gründen und die Kenntnis voneinander förderten, desto mehr Ertrag böten diese Maßnahmen. Mit modernen Funktionsbauten und einem profilierten Team sei das Oberschlesische Landesmuseum bestens für die erweiterte Kooperation vorbereitet.



