7.12. Horst Bienek: Vortrag, Film, Publikumsgespräch

25. November 2021 Zugriffe: 697 Geschrieben von Wiersch
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 Abb 28 Bil 94

GWLB, Horst-Bienek-Archiv

Der Autor Horst Bienek wurde als 16jähriger 1946 aus Oberschlesien vertrieben, ging in die sowjetische Besatzungszone, absolvierte dort ein Zeitungsvolontariat und wurde 1951, nachdem er schon früh mit Preisen ausgezeichnet wurde, von Bertolt Brecht ans Berliner Ensemble geholt. Im November desselben Jahres verhaftete die Staatssicherheit Bienek nach entsprechenden Verhören. In einem Schauprozess wurde er wegen angeblicher „antisowjetischer Hetze“ und Spionage für die USA zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach vier Jahren Haft kam er im Zuge einer Amnestie frei und ging in die BRD. Er arbeitete dann vor allem journalistisch, als Lektor und ab 1968 als freier Schriftsteller in München.

Die Werke Bieneks kreisen oft um die Selbstbehauptung des Menschen gegenüber einem übermächtigen Staat. Vor allem für seine in zahlreiche Sprachen übersetzte Gleiwitzer Roman-Tetralogie erhielt Horst Bienek zahlreiche internationale Literaturpreise.

Am 7. Dezember um 18:30 hält Prof. Daniel Pietrek (Oppeln) einen kurzen Einführungsvortrag zu Horst Bieneks Kindheit. Anschließend zeigt die Publizistin, Filmemacherin und Fotografin Vera Botterbusch ihren Film „Jede Straße führt in die Kindheit – Der Schriftsteller Horst Bienek“. Ein Publikumsgespräch rundet den Abend ab.