7.12. Horst Bienek: Vortrag, Film, Publikumsgespräch

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Geschrieben von Wiersch
25. November 2021
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GWLB, Horst-Bienek-Archiv

Der Autor Horst Bienek wurde als 16jähriger 1946 aus Oberschlesien vertrieben, ging in die sowjetische Besatzungszone, absolvierte dort ein Zeitungsvolontariat und wurde 1951, nachdem er schon früh mit Preisen ausgezeichnet wurde, von Bertolt Brecht ans Berliner Ensemble geholt. Im November desselben Jahres verhaftete die Staatssicherheit Bienek nach entsprechenden Verhören. In einem Schauprozess wurde er wegen angeblicher „antisowjetischer Hetze“ und Spionage für die USA zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach vier Jahren Haft kam er im Zuge einer Amnestie frei und ging in die BRD. Er arbeitete dann vor allem journalistisch, als Lektor und ab 1968 als freier Schriftsteller in München.

Die Werke Bieneks kreisen oft um die Selbstbehauptung des Menschen gegenüber einem übermächtigen Staat. Vor allem für seine in zahlreiche Sprachen übersetzte Gleiwitzer Roman-Tetralogie erhielt Horst Bienek zahlreiche internationale Literaturpreise.

Am 7. Dezember um 18:30 hält Prof. Daniel Pietrek (Oppeln) einen kurzen Einführungsvortrag zu Horst Bieneks Kindheit. Anschließend zeigt die Publizistin, Filmemacherin und Fotografin Vera Botterbusch ihren Film „Jede Straße führt in die Kindheit – Der Schriftsteller Horst Bienek“. Ein Publikumsgespräch rundet den Abend ab.

Ausstellung "Jüdische Spuren. Von der Synagoge zum Gebetshaus in Beuthen'

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Geschrieben von Perlt
17. September 2021
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ausstellung juedisches leben beuthen davidsterne web

In diesem Jahr begehen wir "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Das Oberschlesische Museum in Beuthen (Bytom) und das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen widmen sich in einem Kooperationsprojekt den jüdischen Spuren in Beuthen. Im November eröffnet in Beuthen die Ausstellung "Jüdische Spuren. Von der Synagoge zum Gebetshaus in Beuthen". Begleitend gibt es auch bei uns eine Ausstellung, den Film "Zwei Welten" sowie ein Begleitprogramm mit Workshops.  

Ein inhaltlicher Abriss der Ausstellung

"Jüdische Spuren. Von der Synagoge zum Gebetshaus in Beuthen"

Wir leben, folgen immer noch den Spuren und lauschen dem Flüstern der Geschichte. Beuthen ist eine faszinierende, multikulturelle Stadt mit einer jahrhundertealten Geschichte an der Grenze zwischen den Kulturen und Traditionen, in der jüdisches Leben seit Jahrhunderten präsent war und immer noch ist.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen Menschen, Orte und Artefakte, die im Laufe der Zeit untrennbar miteinander verwoben wurden. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Beuthen, die durch das Prisma des kollektiven und individuellen Schicksals dieser gesellschaftlichen Gruppe betrachtet wird, wird durch eine Vielzahl von Kontexten bestimmt – historisch, politisch, sozial, kulturell oder rituell.

Ausgewählte Artefakte aus den Sammlungen des Oberschlesischen Museums in Beuthen zeigen chronologisch eine Abfolge von Ereignissen und Wirkungszusammenhängen, in die die Existenz der jüdischen Gemeinde an diesem besonderen Ort und der gemeinsame Aufbau ihrer Geschichte eingeschrieben waren und sind. Beamte, Fabrikarbeiter, Kaufleute und Handwerker auf der einen Seite und Angehörige der lokalen Regierung oder des sogenannten Establishments auf der anderen Seite, darunter Mitglieder zahlreicher Vereine, Stifter von Stipendienstiftungen oder Initiatoren von Bildungs-, Wohlfahrts- und Wohltätigkeitsprojekten – sie alle haben das jahrhundertealte, soziale und wirtschaftliche Leben von Beuthen geprägt. Juden wanderten ein, ließen sich nieder und blieben in der Stadt und schufen Raum für die Ebenen sacrum und profanum.

In der Ausstellung fehlt es nicht an Verweisen auf die dramatischsten Seiten der Geschichte des 20. Jahrhunderts, die auf jenen Moment des Übergangs zwischen zwei Welten hinweisen - relative Ruhe einerseits, Krieg und Holocaust andererseits. Die Ausstellung folgt den Spuren der Generationen von der Ausgrenzung der Juden aus dem gesellschaftlichen Leben in den 1930er Jahren über die Reichspogromnacht bis hin zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, der das Ende einer Ära markierte – die Existenz der jüdischen Gemeinschaft innerhalb des deutschen Staates. Als die Juden nach dem Krieg in die Stadt zurückkehrten, hinterließen sie keine unvollendete Geschichte. Unter ihnen waren diejenigen, die die Konzentrations- und Arbeitslager überlebt hatten, die wenigen jüdischen Bewohner von Beuthen aus der Vorkriegszeit sowie Juden, die aus den östlichen Grenzgebieten der Zweiten Polnischen Republik umgesiedelt wurden. Gemeinsam bauten sie ihr Leben und die Stadt wieder auf. An die Stelle der Synagoge trat das jüdische Gebetshaus. Für viele war Beuthen nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Palästina (Israel), Westeuropa oder in die Vereinigten Staaten.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in unserer Stadt hat kein Ende; sie geht weiter. Auch wenn es immer weniger Juden in Beuthen gibt, ist ihr Beitrag zur Geschichte der Stadt unbestreitbar. Die Spuren ihrer Geschichte haben sich in die Geschichte der Stadt eingeschrieben; sie sind Teil des Stadtgefüges geworden. Die Erinnerung an die Menschen und Orte, die mit ihnen verbunden sind, bleibt in den Erinnerungen der nachfolgenden Generationen lebendig.

Die meisten der in der Ausstellung präsentierten Objekte stammen aus dem aufgelösten jüdischen Gebetshaus in Beuthen. Im Jahr 2017 wurden sie dem Oberschlesischen Museum von der Jüdischen Kultusgemeinde in Kattowitz geschenkt.


18.12.: Samstags im Museum

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Geschrieben von Perlt
04. August 2021
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Unser Samstagsformat für Kids von 6 bis 12 Jahren
geht in die nächste Runde.

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Unser nächster Termin:


18. Dezember 2021, 14-16 Uhr
Schlesische Weihnachten

Weihnachten wird auf der ganzen Welt gefeiert, doch in jedem Land etwas anders. Auch in Oberschlesien gibt es besondere Traditionen und Bräuche. Wieso wird zum Beispiel ein Teller zu viel am Weihnachtstisch gedeckt? Oder wieso findet sich Stroh unter der Tischdecke? Und wieso essen wir an Heiligabend kein Fleisch? Noch viele andere Aspekte machen Weihnachten in Oberschlesien zu einem ganz besonderen Fest.

Mit schlesischem Gebäck und selbst gemachten Plätzchen machen wir euch das Weihnachten in Oberschlesien schmackhaft. So wollen wir mit euch Weihnachten von anderen Seiten kennenlernen.

   

Die Teilnahme am Programm kostet 9 Euro pro Kind inkl. Eintritt, Führung und Materialien. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Kinder beschränkt.

Die Anmeldung erfolgt unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder telefonisch unter 02102/965-202. 

2.1.2022: Neujahrsführung

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Geschrieben von Ondera
11. Mai 2021
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Nach den Festtagen im Kreise der Familie freuen sich viele wieder auf Kultur. Dafür bietet sich unsere beliebte Sonderausstellung "Bewegte Leben" hervorragend an. Bringen Sie Ihre Familie doch einfach mit! 

Sonntag, 2. Januar 2022, 15 Uhr

Öffentliche Neujahrsführung mit Sektumtrunk

Am Sonntag, 2. Januar 2022, starten wir in unser nächstes Führungsjahr. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen das Jahr 2022 zu begrüßen und mit Ihnen auf ein gutes Jahr 2022 anzustoßen! 

Unser Kurator Dr. Frank Mäuer bietet Ihnen in der Führung einen Querschnitt durch die aktuelle Sonderausstellung und stellt Ihnen die bewegten Leben zahlreicher Oberschlesier vor, die Ihnen noch heute aus zahlreichen anderen Zusammenhängen bekannt sind, wie z.B. Ernst Friedrich Zwirner, den Dombaumeister am Kölner Dom oder der Apotheker und Unternehmer Oscar Troplowitz, der die kleine Firma Beiersdorf mit seinem Hauptprodukt Nivea zum Weltkonzern ausbaute. 

Die Teilnahme an der Führung und am Sektumtrunk kostet 2 EUR pro Person zzgl. Museumseintritt. Bitte melden Sie sich unter 02102/965-202 oder bei kasse(at)oslm.de an.

Weitere Informationen

FÜHRUNGEN

Öffentliche Sonntagsführung durch die Sonderausstellung "Bewegte Leben" mit Adventscafé
Sonntag, 5. Dezember, 15:00 Uhr
Oberschlesisches Landesmuseum


VERANSTALTUNGEN

Horst Bienek: Vortrag, Film, Publikumsgespräch
Dienstag, 7. Dezember, 18:30 Uhr
Oberschlesisches Landesmuseum

Samstags im Museum
Samstag, 18. Dezember, 14-16 Uhr
Oberschlesisches Landesmuseum

KONTAKT

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)
Telefon:
+49(0)2102-9650
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