Peitsche

28. August 2018 Zugriffe: 135 Geschrieben von Wahlsdorf
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peitsche kl"Immer schön Bitte und Danke sagen". Mütter, Väter, Großväter oder Großmütter sagen diesen Satz häufig zu ihren Kindern. Sie legen Wert auf die richtige Körperhaltung oder die Bereitschaft, Menschen zu helfen. Es wird versucht ihnen Werte zu vermitteln und sie auf das Erwachsenenleben vorzubereiten.

Seit dem 19. Jahrhundert wurden Kinder immer mehr als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und dementsprechend mehr Wert auf die Erziehung gelegt. Allerdings waren die Rollen früher strenger aufgeteilt. Meistens waren die Mutter, die große Schwester oder die Großmutter für die Erziehung der Kinder zuständig. Der Vater hingegen war für den Unterhalt der Familie verantwortlich und hatte am Ende des Tages das letzte Wort. Auf der anderen Seite halfen die Töchter der Mutter beim Kochen, Putzen und eben bei der Erziehung der Geschwister. Die Söhne halfen häufig schon früh dem Vater, wurden bei der Feldarbeit eingesetzt oder mussten sogar zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, indem sie bspw. in Bergwerken arbeiteten.
Gehorchte das Kind und half im Haushalt mit, so wurde es gelobt und vielleicht sogar mit einem Groschen belohnt, der besonders gerne für Süßigkeiten ausgegeben wurde. Hat sich das Kind aber falsch benommen, so wurde es bestraft oder sogar körperlich gezüchtigt. Dies beschränkte sich nicht nur auf das häusliche Umfeld. Auch in der Schule wurden die Kinder bei Fehlverhalten z.B. mit einem Rohrstock, geschlagen.

Solche Peitschen, wie hier abgebildet, wurden häufig genutzt, um Kinder zu schlagen. Die Peitsche besteht aus einem Holzstiel und mehreren Riemen, die möglicherweise aus Restlederabfällen hergestellt wurden. Sie sollte Zucht und Ordnung symbolisieren und wurde immer dann eingesetzt, wenn sich das Kind falsch verhielt oder den Eltern nicht gehorchte. Oft hing sie in der Küche und diente bereits als Warnung. Mit der Peitsche wurde meistens auf das Gesäß des Kindes geschlagen. Die körperliche Züchtigung der Kinder hinterließ nicht nur körperliche Verletzungen. Auch heute leiden noch einige Erwachsene unter dieser schmerzhaften Vergangenheit. Heutzutage würde etwa in Polen oder Deutschland so ein Verhalten der Eltern strafrechtliche Folgen haben, da es verboten ist, Gewalt auf das eigene Kind auszuüben.

Kommende Veranstaltungen

Rafik Schami: "Eine Hand voller Sterne" - eine Jugend in Syrien
Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Mittwoch, 26. September, um 19 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Samstags im Museum
Spielzeug früher und heute
am Samstag, 29. September, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Per App durchs Museum
Workshop für Jugendliche im Rahmen des Kulturrucksack NRW
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
am Mittwoch, dem 17. und Donnerstag, dem 18. Oktober

Samstags im Museum
Am Anfang war der Stein
am Samstag, 27. Oktober, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Herbstmarkt mit Ausstellungseröffnung "Pfefferkuchen"
und festlicher Stunde zum 20-jährigen Bestehen
des OSLM-Neubaus
am Sonntag, 28. Oktober, von 11:00 bis 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Nathan (to go)
Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Mittwoch, 29. /30. Oktober,  um 19 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn)
Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen
Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM
am Sonntag, 25. November, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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