Die „Wlecke Rechenmaschine“

02. Juli 2018 Zugriffe: 468 Geschrieben von Chromik
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Spätestens ab der achten Klasse besitzt heute jedes Kind einen Taschenrechner, mit dem es auch komplexe Aufgaben in Sekundenschnelle bewältigen kann. Vor Etablierung des Geräts setzte man noch auf Rechenschieber, kompliziertes schriftliches Lösen – oder aber die „Wlecke Rechenmaschine".

Bei dieser handelt es sich um eine Gütersloher Erfindung, die sich Lehrer Wilhelm Wlecke 1919 patentieren ließ. Sie besteht aus einem Holzkasten mit zwei Reihen von jeweils zehn Blechfingern, die einzeln umklappbar sind. Beim Unterricht platzierte man den Apparat auf dem Pult und stellte der ganzen Klasse sichtbare Aufgaben.

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Wlecke entwickelte den Mechanismus, als er sich zunehmend an leistungsschwachen Kindern störte, die die Klasse beim Lernen bremsten. Er suchte nach einem Mittel, ihnen die Grundlagen der Mathematik und das Einsetzen der eigenen Finger beim Rechnen zu erklären. Dabei war er davon überzeugt, dass die Visualisierung der Aufgaben eine wichtige Rolle spiele: „Je deutlicher die Anschauung, desto sicherer und anhaltender arbeitet das Gedächtnis", behauptete er 1929 in seinem pädagogischen Konzept „Die Finger als Fundament des ganzen Zahlenbaus".

Wenngleich für kurze Zeit in vielen Klassenzimmern eingesetzt, blieb der langfriste Erfolg aus. 1930 wurde die Produktion eingestellt, Restbestände kann man heute nur noch in Museen bewundern.

Kommende Veranstaltungen

Samstags im Museum
Am Anfang war der Stein
am Samstag, 27. Oktober, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Herbstmarkt mit Ausstellungseröffnung "Pfefferkuchen"
und festlicher Stunde zum 20-jährigen Bestehen des OSLM-Neubaus
am Sonntag, 28. Oktober, von 11:00 bis 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Nathan (to go)
Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Montag, 29. und Dienstag, 30. Oktober,  um 19 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn)
Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen
Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM
am Sonntag, 25. November, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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