30.7.-29.10.2017: Troppau im Jahre Null

07. Juni 2017 Zugriffe: 14075 Geschrieben von Peters-Schildgen
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Troppau im Jahre Null webTroppau im Jahre Null
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Troppauer Kulturorganisation (OKO)

Die tschechische Stadt Troppau (Opava) blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die Stunde Null erlebte Troppau 1945, als die Rote Armee im Zuge der Mährisch-Ostrauer Operation die Stadt einnahm und dabei weitgehend zerstörte. Am 22. April 1945 fiel Troppau nach schweren Kämpfen. Nach dem Anschluss des Sudetengebietes an die Tschechoslowakei wurden die deutschen Bewohner vertrieben.

Roberto Rosselinis Film "Deutschland im Jahre Null" von 1948 gab den Anlass für die Troppauer Kulturorganisation OKO, sich mit dem Schicksal und der Zerstörung ihrer Stadt zu beschäftigen. Der Filmtitel war auch Inspiration für die Titelfindung dieser Sonderschau, die 2015 aus Anlass des Gedenkens an das 70-jährige Ende des Zweiten Weltkrieges realisiert wurde. Dargestellt wird die blutigste Operation des Zweiten Weltkriegs auf dem heutigen tschechischen Gebiet und die damit verbundene dramatische demografische Entwicklung Troppaus. Jahrhundertelang war Troppau die Heimat von Tschechen und Deutschen. Als Österreich-Ungarn am Ende des Ersten Weltkrieges zerfiel, wurde die Region in die neu gegründete Tschechoslowakei und 1938 in das Deutsche Reich eingegliedert. Bis 1945 war Troppau Sitz des Regierungsbezirks Troppau und Zentrum der Ostsudeten. In der Stadt, in der schon während der Ersten Tschechoslowakischen Republik eine deutschsprachige Mehrheit vertreten war, eskalierten vor und während des Krieges sowie nach Kriegsende die problematischen Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen. Die Ausstellung fasst anhand historischer Objekte, Fotografien, Filmmaterialund Zeitzeugenberichte Schlüsselereignisse und Themen zusammen, die von Dezember 1944 bis Herbst 1946 für das deutsch-tschechische Zusammenleben in der Stadt ausschlaggebend waren. Die bewegende tschechische Ausstellung mit Einblicken in das Schicksal einer Stadt und von vielen tausend Menschen kann durch Unterstützung des Oberschlesischen Landesmuseums nun auch in deutscher Fassung präsentiert werden.

Die Ausstellung gastiert im Haus der Heimat in Wiesbaden vom 18.1. bis 10.3.2018.

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     Die Ausstellung wird gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Kommende Veranstaltungen

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Mittwoch, 9. Dezember 2020, 18:30 Uhr

Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit - Vortrag von Prof. Dr. Daniel Pietrek
Ort: Haus Oberschlesien

Samstag, 12. Dezember 2020, 14:00 - 16:00 Uhr (Zusatztermin)
Schlesische Weihnachten!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren

Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Samstag, 19. Dezember 2020, 14:00 - 16:00
Schlesische Weihnachten!

Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

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Oberschlesisches Landesmuseum
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