Mit einer großen Sonderausstellung gratulierte das Oberschlesische Landesmuseum dem charismatischen Zoologen, Tierarzt und Verhaltensforscher Prof. Dr. Bernhard Grzimek im vergangenen Jahr zu seinem 100. Geburtstag. Nun wird „Mein Leben für die Tiere – Bernhard Grzimek zum 100. Geburtstag“ unter dem Namen „Bernhard Grzimek - z Nysy do Serengeti” („Bernhard Grzimek - von Neisse in die Serengeti“) vom 12. Februar bis 30. April 2010 im Oberschlesischen Museum in Beuthen (Muzeum Górnośląskie w Bytomiu) zu sehen sein.
Das Beuthener Museum wurde 1929/30 als Landesmuseum für das deutsche Oberschlesien errichtet. Heute ist es eines der wichtigsten Museen für Oberschlesien und wird vom Marschallamt der Woiwodschaft Schlesien getragen. Bei den Sammlungen ist ein Schwerpunkt die regionale Naturkunde. Dazu passt die Ausstellung im Jubiläumsjahr vorzüglich.
Die Konzeption der Ausstellung und zahlreiche Leihgaben wurden aus Ratingen übernommen. Vor Ort kann außerdem auf eigene Sammlungsbestände zurückgegriffen werden – nicht zuletzt besitzt das Beuthener Museum ein afrikanisches Streifengnu und ein Zebra. Diese seltenen Präparate schlagen den Bogen in die Serengeti und damit zu Grzimeks Arbeit in Afrika.
Der 1959 mit einem Oscar ausgezeichnete Film „Serengeti darf nicht sterben“, der auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung nichts von seiner Eindringlichkeit und Aktualität eingebüßt hat, wurde in viele Sprachen übersetzt und auch in Polen bekannt. Die Kindheit und Schulzeit im oberschlesischen Neisse, Studium, Familie und Berufsleben werden erneut rekonstruiert. Dank der Partnerschaft zwischen dem Beuthener und dem Ratinger Museum wird der Besucher ein weiteres Mal auf Grzimeks Spuren geführt, von der Vergangenheit bis in die Zukunft, von Oberschlesien bis Afrika.



