Oberschlesisches Jahrbuch
In den vielen Jahren seines Erscheinens konnte das Oberschlesische Jahrbuch wichtige Akzente setzen, indem es von Anfang an neue Wege ging. Als erste schlesische Zeitschrift in Deutschland verfolgt es systematisch den polnischen Büchermarkt und veröffentlicht regelmäßig Rezensionen polnischer Neuerscheinungen zur Geschichte und Landeskunde Oberschlesiens. Seit Ende der 1980er Jahre gehören namhafte polnische und tschechische Wissenschaftler aus Wrozław/Breslau, Kraków/Krakau, Katowice/Kattowitz, Opole/Oppeln, Cieszyn/Teschen und Opava/Troppau zum festen Mitarbeiterstamm des Jahrbuches. Ergebnis dieser grenzüberschreitenden Kooperation ist die Aufarbeitung einiger Themen in Form von Aufsatzreihen. Dazu gehören u. a. die Beiträge zum Wiederentstehen der Breslauer Germanistik nach 1945 sowie eine Gesamtdarstellung der Geschichte der Juden im ehemaligen Herzogtum Teschen.
Für den neuen Doppelband des Oberschlesischen Jahrbuches (Band 23/24, 2007/2008) konnten wiederum namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Polen gewonnen werden. Der Aufsatzteil bietet eine breite Palette von Themen – vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zum wiederholten Mal veröffentlicht das Oberschlesische Jahrbuch zwei Beiträge in polnischer Sprache, was den Anspruch auf grenzüberschreitende Wirkung untermauern soll. Für die deutschen Beiträge gibt es am Ende eine polnischsprachige und für die polnischen Aufsätze eine deutsche Zusammenfassung. Abgerundet wird der Aufsatzteil des Oberschlesischen Jahrbuches mit Beiträgen zur oberschlesischen Literatur und zu bestimmten sprachlichen Entwicklungstendenzen mit gesamtschlesischem Bezug.
Aus aktuellem Anlass wird der neue Doppelband zwei Vertretern der schlesischen Geschichts- und Kulturforschung gewidmet, die vor kurzem ihr 80. Lebensjahr vollendet haben: dem Historiker und Theologen Hans-Ludwig Abmeier und dem Literaturwissenschaftler Gerhard Kosellek. Zu beiden Schlesienforschern gibt es ein Verzeichnis ihrer wichtigsten Publikationen.
Im reichhaltigen und bewährten Rezensionsteil des vorliegenden Bandes halten sich deutsche und polnische Neuerscheinungen die Waage. Hinzu kommen aktuelle Ereignisse, wie etwa Tagungen, Jahrestage, Nachrufe und eine Chronik der Jahre 2007/2008 als Spiegelbild des oberschlesischen wissenschaftlichen und kulturellen Lebens.
Die inhaltliche und konzeptionelle Kontinuität des Oberschlesischen Jahrbuchs hat für die Herausgeber großen Wert. So ist die Konzeption seit seinem mehr als 20-jährigen Bestehen weitgehend unverändert geblieben. Aktuelle Anlässe finden angemessene Berücksichtigung.
Ältere Ausgaben können Sie in unserem Museumsshop, aktuelle Ausgaben im Buchhandel bestellen.
Stimmen zum Oberschlesischen Jahrbuch
Der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Kazimierz Dola schreibt im Oppelner Jahrbuch Studia Teologiczno-Historyczne Šlaska Opolskiego(Band 25, 2005, S. 468-472) u. a.:
Der gesamte Band [18/19] ist für den an Oberschlesien interessierten Leser eine außergewöhnlich interessante Lektüre, alle Beiträge sind in einer verständlichen Sprache abgefasst, verlieren dadurch aber nichts an ihrem fundierten wissenschaftlichen Charakter. Dem Herausgeber ist es gelungen, viele Autoren zu gewinnen…Sehr wertvoll sind auch die weiteren Teile des Jahrbuches: die Oberschlesische Bibliographie und insbesondere der Rezensionsteil mit 29 Besprechungen. …Die beiden Register und die Zusammenfassung in polnischer Sprache erleichtern enorm die Nutzung des Bandes."
In der Oppelner Vierteljahresschrift Kwartalnik Opolski (Jg. 21, 2005, H. 2-3, S. 173-176) schreibt der Kattowitzer Historiker und Direktor des Staatsarchivs Kattowitz Dr. Piotr Greiner u. a.:
Seit mehr als zehn Jahren nimmt das Oberschlesische Jahrbuch einen festen Platz unter den schlesischen wissenschaftlichen Zeitschriften ein. Es dokumentiert solide und aufrichtig die Ergebnisse der Forschungen zur Geschichte Oberschlesiens im schwierigen Dreieck polnisch-tschechisch-deutscher wissenschaftlicher Auseinandersetzung über diese Region… Der letzte Band [18/19] liefert dem interessierten Leser wertvolle sachliche Erkenntnisse sowie aktuelle Informationen…Man darf hoffen, daß die erfolgreiche, fruchtbare Arbeit auch in Zukunft fortgesetzt wird."
Kommende Veranstaltungen
Internationaler Museumstag - Öffentliche Führung
am Sonntag, 12. Mai um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
Öffentliche Führung
am Sonntag, 9. Juni um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
Konzert: Beethoven-Abend
am Sonntag, 30. Juni um 17 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
Kontakt
Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)
Telefon:
+49(0)2102-965-0
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